Insights Schaden-Business

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00:00:01: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts Insight Schaden Business.

00:00:06: Mein Name ist Ina Otto, ich bin Redaktionsleiterin beim Branche-Magazinschadenews und heute wollen wir etwas tiefer eintauchen in das Thema Verbände im Kfz Unverschadenmarkt.

00:00:17: Konkret blicken wir einmal hinter die Kulissen des Verbandes der die Interessen von deutschlandweit mehr als drei tausend zweihundert Mitgliedsbetrieben vertritt.

00:00:26: Der ZKF also der Zentralverband Karosserie und Fahrzeugtechnik.

00:00:30: Bei mir ist ZKF Hauptgeschäftsführer Thomas Aukam und falls Sie sich wundern, dass es hier ab und zu im Hintergrund auch mal rumpelt.

00:00:38: Wir sind heute in der Motorworld in Köln anlässlich des ZKf-Branchen treffts und hier ist tatsächlich voll Publikumsverkehr.

00:00:48: das soll uns aber nicht hindern jetzt hier gemeinsam ins Gespräch zu starten.

00:00:53: Herr Aukamm schön, dass sie da sind!

00:00:56: Wunderschönen guten Tag Frau Otto.

00:00:58: ich freue mich aber sehr auf diesen Termin.

00:01:01: Der Titel dieser Podcast-Ausgabe lautet zwischen Werkstatt, Tradition und Hightech-Truck die Zukunft des Karosser-Rühbauhandwerks.

00:01:12: Insights aus dem Schadenbusiness der Podcast von Schaden News.

00:01:19: Ja Herr Aukam wir stellen uns erst einmal vor es ist ein ganz normaler Morgen.

00:01:22: sie schließen ihr Büro in Friedberg auf.

00:01:24: was ist denn so ein typisches ernstes Thema was Sie so oft den Schreibtisch bekommen?

00:01:30: Das ist eine ganz schwierige Frage, weil es gibt nicht das typische Thema, dass bei mir auf dem Schreibtisch liegt.

00:01:36: Wenn ich ins Büro komme – weil ich ein gutes Team habe – liegen schon die verschiedenen Themen priorisiert auf den Tisch.

00:01:43: Die ganz wichtigen Themen hängen auf einem Post-it an meinem Schreibtish, bei dem ich dann sofort reagieren muss.

00:01:53: kein einheitliches Thema liegt daran, weil es wirklich sehr vielschichtig, sehr vielfältig ist.

00:01:58: diese Aufgabe.

00:01:59: Ich habe einmal den ZKF als Branchen- und Berufsverband ich hab die WKF Als Wirtschaftsverband dann haben wir noch die Stiftung des Karosserie- und Stellmacherhandwerks Wir haben die EFL Und dann ist auch der AEC bei uns angesiedelt.

00:02:18: also von daher ganz viele Aufgaben weshalb Die Aufgaben, die Themen sich sehr stark unterscheiden.

00:02:26: Auf die Themen und Aufgaben geben wir gleich noch im Detail ein.

00:02:30: Zunächst bevor wir jetzt tiefer in die Verbandspolitik einsteigen wollen wir noch den Menschen kennenlernen der an der Spitze steht.

00:02:38: Sie sind ja seit zehntausend siebzehn im Amt als Hauptgeschäftsführer beim ZKF.

00:02:43: was verbindet Sie mit der Branche?

00:02:45: Und wie sind Sie überhaupt in den Kfz-und Verschadenmog gekommen?

00:02:49: Ja, das ist nur eine gute Frage.

00:02:51: Also mich hat schon immer fasziniert alles das was mit der Mobilität zu tun hat und ich habe zunächst internationale Unternehmensbürgen studiert Und immer dann danach einen Job im Automobilbereich gesucht und dann bei einem mittelständischen Ingenieurdienstleister angefangen, einmal mit dem Börsengang damals des Unternehmens.

00:03:13: Dann habe ich dort Marketing- und Kommunikation übernommen, Investor Relations... Und das war eine sehr interessante Erfahrung, weil es darum die Entwicklungen und Erprobungen der Fahrzeuge geht.

00:03:25: Da sind auch schon erste Kontakte mit dem Aftermarket entstanden.

00:03:29: Luftfahrt war auch noch ein Thema was dabei war Flugzeugentwicklung.

00:03:34: aber nach einiger Zeit hatte ich dann einen Angebot bei der Messe Frankfurt einzusteigen für die Leitung der Automechaniker Und da habe ich mir gedacht, das ist was anderes.

00:03:46: Die Marketingaffinität kann ich auch dort sehr gut ausleben und bin dann zur Messe Frankfurt und war für die Automechaniker zuständig fast sechs Jahre lang und bin so erstmals in den Kontakt mit Verbänden gekommen.

00:04:04: und ein kleiner feiner Verband war der ZKF.

00:04:08: Und mit meinem Vorgänger Dr.

00:04:10: Klaus Weichmann habe ich auch damals schon sehr gut zusammenarbeiten können und irgendwann habe ich erfahren, dass aufgrund seines Alters dann Nachfolge gesucht wird eine Anzeige gesehen mich darauf beworben Gespräch mit dem geschäftsführenden Vorstand gehabt und wir haben uns gemocht.

00:04:29: Ich wurde eingestellt und deshalb bin ich hier.

00:04:32: Das ist eine sehr schöne Geschichte.

00:04:35: Sie haben jetzt schon viele Jahre Erfahrung auch hinter sich, gab es in ihrer Laufbahn ein Erlebnis?

00:04:44: Dass sie besonders geprägt hat und das ihnen gezeigt hat dafür lohnt sich der Einsatz für unsere Branche.

00:04:51: Das Schöne an diesem Beruf, an dieser Rolle die ich hier tätig bin ist dass es viele Kleinigkeiten sind im tagtäglichen Doing bestätigen, dass das der richtige Job für mich ist.

00:05:05: Es macht mir sehr viel Spaß mit dem Handwerk, mit ehrlichen direkten Leuten zu sprechen die das Herz auf der Zunge tragen und ich liebe Dinge die man umsetzen kann mit seinen Händen und bei denen dann später sieht was man gemacht hat.

00:05:23: Diese Grundvoraussetzung ist das, was mir wirklich Spaß macht.

00:05:27: Natürlich gibt es Dinge, die toll sind wenn wir einen neuen Beruf geschaffen haben Karavan-Reisemobil-Techniker Wenn wir im AIC etwas erreicht haben in der Politik in Brüssel was positiver Auswirkungen auf unsere Branche hat oder wenn wir mit anderen Verbänden zusammenarbeiten und ganze Biotop um uns herum irgendwie beeinflussen können für den Schadenmarkt.

00:05:50: Diskussion mit Versicherungen und Bordergebnisse erzielt haben, die konstruktiv unsere Branche weiterbringen.

00:05:56: Und das sind die Dinge, die einen Ansporn, die einem jeden Morgen aufstehen lassen und sagen lassen hey ich mache das Richtige!

00:06:02: Das macht Spaß.

00:06:03: es geht auch anders.

00:06:04: Das kenne ich und deshalb ist das hier richtig schön und macht sehr viel Spaß.

00:06:10: In die Tiefe gehen wir gleich noch.

00:06:12: Viele Betriebe kämpfen ja täglich an der Front zwischen Hebebühne und Schadenkalkulationen, da fragt sich es sich also mancher was passiert eigentlich in Anführungsstrichen oben im Verband?

00:06:22: Da hat diese Frage an Sie welche Rolle spielt denn der ZKF überhaupt für die Branche?

00:06:26: Das ist eine gute Frage!

00:06:27: Welche Rolle denn der zKf überhaupt für unsere Branche spielt?

00:06:30: Denn viele denken so ein Verband, da macht man ja nicht wirklich viel.

00:06:35: Da trinkt man nur einen Kaffee ist Frühstücksdirektor und bringt nicht wirklich was für uns für unseren täglichen Betrieb.

00:06:44: aber wir arbeiten an sehr vielen Dingen die man nicht unbedingt direkt in der Werkstatt sieht aber den Weg die Straße bereiten auf denen dann die Werkstätten in der Zukunft fahren werden.

00:06:58: Wir sind zuständig als Verband für die Ausgestaltung des Berufs, wir machen die Ausbildungsverordnung und boxen sie durch bei den Ministerien im Zusammenarbeit mit dem ZTH.

00:07:08: Wir kooperieren mit anderen Verbänden um Ziele zu erreichen, um die Branche auf die Zukunft vorzubereiten geben Rahmen vor Kämpfen auch mit Problemen der Branche mit letzten und mit versicheren Auseinander, mit Fahrzeugherstellern.

00:07:27: Und an verschiedenen Hebeln arbeiten wir, zu denen der Betrieb oft gar nicht den Zugang hat.

00:07:37: Aber das Schöne ist wenn man weiß wo man etwas angefangen hat und dann später im Betrieb sieht was dabei herausgekommen ist.

00:07:45: Das ist das Schoene daran und zeigt auch die Wichtigkeit des ZKF dass wir Strukturen schaffen dass wir die Zukunft vorher gestalten können und beeinflussen können für unsere Branche.

00:07:58: Darin liegt der Nutzen der Werkstatt, der vielleicht im Alltag nicht immer so sichtbar ist aber letztlich für die Zukunft mittel- und langfristig eine sehr große Bedeutung spielt.

00:08:08: Kommen wir mal zum Eingemachten!

00:08:09: Die Kosten steigen ja rasant, die Technik wird auch immer komplexer... Was sind denn derzeit so die drängendsten Themen für die Betriebe?

00:08:17: Wo drückt der Schuh?

00:08:20: Es ist ein altes Thema und das ist im gesamten Handwerk eigentlich verbreitet, es ist das Thema Fachkräfte.

00:08:28: Der Flaschenhals ist oft der Karosseriebauer oder der Lackierer.

00:08:33: Es sind die technischen Entwicklungen mit dem Produkt zu tun haben an denen wir arbeiten, die E-Mobilität, es sind Fahrerassistenzsysteme beispielsweise hier die richtige Ausbildung, die richtige Vorgehensweise vorzubereiten.

00:08:48: Und natürlich auch die Ersatzteilpreise, die maßgeblich von den Fahrzeugherstellern beeinflusst werden und sich in den letzten Jahren horrend entwickelt haben.

00:08:58: Weshalb die Versicherungsbranche teilweise berechtigt auf den Hinterbeinen steht und sagt Die Reparaturen werden zu teuer Überproportional sind die Fahrzeugteile, aber natürlich sind auch die Kosten in der Werkstatt angestiegen.

00:09:13: Das hat sehr viel mit unserer Demografie und der Volkswirtschaft zu tun und mit dem gesamten Gesetzgebungs- und politischen Umfeld.

00:09:23: Das war jetzt schon eine ganze Latte, eine ganze Liste an Herausforderungen.

00:09:28: Vielleicht so ein oder zwei Punkte?

00:09:29: Welche konkreten Lösungen oder Ansätze hat denn der ZKL für die drängendsten Herausforderungen?

00:09:38: vielen Gremien drin, wo wir ganz klar deutlich machen dass die Ersatzteilpreise der Fahrzeughersteller zu hoch sind.

00:09:47: Wir versuchen über den Weg Druck auszuüben.

00:09:50: andererseits der Versicherer sieht ein oder andere versichere sieht seinen Heilung gebrauchteilen.

00:09:55: auch das ist mit Problemen verbunden für die Werkstatt, die wir sehen und die sehr laut angehen und versuchen ja konstruktiv an Lösungen zu arbeiten Schauen in die technische Welt und informieren die Betriebe über technologische Entwicklungen, neue Regelungen wo man aufpassen muss.

00:10:17: Und bezogen auch das Thema Fachkräfte passen wir immer unsere Ausbildungsform an schaffen sogar wie mit dem Fachbereich, das Karosserie-Irie und Fahrzeugbaumechanik als Fachrichtung.

00:10:30: Karawane und Reisemobiltechnik – eine neue interessante Facette als Beruf.

00:10:34: Und hinterfragen unseren Beruf täglich.

00:10:38: was brauchen wir?

00:10:39: Wie müssen wir in der Zukunft agieren?

00:10:41: Was müssen junge Auszubildende in der Zukunft wissen können?

00:10:46: Das Gleiche übertragen auch auf die Meisterschule!

00:10:50: Gehen wir mal noch einen Schritt weiter.

00:10:51: Das Thema Fachkräftemangel ist ja momentan eines, das die ganze Branche immer noch beschäftigt.

00:10:56: aber sehen Sie da momentan eine Kehrtwende vielleicht auch durch den zunehmenden Einsatz von Robotik und Automatisierungstools in den Betrieben?

00:11:04: Eine Kehrtwende sehe ich noch lange nicht.

00:11:07: Das was wir bisher an Robotik sehen können ist ne sehr sehr interessante Entwicklung im Bereich Fahrzeuglackierung.

00:11:17: Diese neue Technologie bietet auch Lösungen, bietet Lösungen für verschiedene Werkstätten die oft die gleichen Fahrzeugtypen haben.

00:11:27: Die gewisse Mängelsituation an hochkarältigen Lackieren haben und die wir aber nicht als eine Bedrohung ansehen für das Thema Karosseriebau.

00:11:42: Der Karosseriebau ist sehr aufwendig und komplex von der Systematik her, von der Vernetzung innerhalb des Fahrzugs und von der Sensorik.

00:11:52: Was wirklich mit dem Hand- und dem Auge zu tun hat, da sehe ich noch lange keine Bedrohung.

00:11:57: Ich sehe durch die neuen Technologien auch keinen Verdrängungseffekt von Mitarbeitern sondern ich sehe hierhin eine Unterstützung von Mitarbetern.

00:12:08: Genau so sollte dieses Thema auch in Betrieben, die sich damit auseinandersetzen, betracht werden.

00:12:12: Ich glaube nicht dass man nur eine Person sparen kann aber man kann viele Personen unterstützen mit diesen neuen Technologien und dadurch insgesamt vielleicht einen schnelleren Durchlauf bei möglicherweise niedrigeren Kosten Und bei einer hohen Qualität erzählen.

00:12:31: Danke erstmal für diese Einschätzung In diese Richtung.

00:12:34: ich springe mal zu einem ganz anderen Thema und zwar das Thema Assistenzsystem Hochold, diese Dinge verändern das Berufsbild ja momentan auch massiv.

00:12:44: Überfordert das den klassischen Familienbetrieb oder ist es die große Chance für die Werkstatt zur Spezialisierung?

00:12:52: Das Thema Assistenzsysteme Hochold ist genauso alt eigentlich von der Sache an sich wie das Auto.

00:13:00: Das Auto unterliegt ständig neuen Entwicklungen, neuen Technologien.

00:13:05: Und wenn ein Betrieb sagt ich möchte nicht mehr daran partizipieren und ich will mich darin nicht fortbilden ist das eigentlich die erste Entscheidung für den Ausstieg oder für den Einstieg in historische Fahrzeugwartung Reparatur.

00:13:23: da hat sich der Markt aber auch sehr stark verändert.

00:13:27: Ich kann also nur empfehlen dass wenn man mit seinem Betrieb noch lange am Markt tätig sein will und diesen entsprechend funktionierend auch übergeben möchte, sich genau mit diesen Themen auseinanderzusetzen.

00:13:39: Denn die Anzahl der Fahrzeuge mit ADAS-Systemen oder mit Elektroantrieben oder neuen neuartigen Antrieben wird nicht abnehmen oder gleich bleiben sondern sie wird zunehmen.

00:13:51: Und jedes Fahrzeug wird diese Komponenten in der Zukunft haben.

00:13:56: Mit jeder Gesetzgebungsänderung, wir haben jetzt wieder im Juli neue Gesetzgebungen seitens Brüssel die wieder neue Anforderungen verlangen von den Betrieben und wenige, der sich nicht damit auseinandersetzt, der nicht in neue Technologien reininvestiert bleibt stehen und wird irgendwann ausschalten.

00:14:14: Jetzt haben Sie gerade schon Brüssel angesprochen.

00:14:16: schauen wir doch mal über die Grenzen Deutschlands hinaus.

00:14:19: Der ZKF ist ja auch dem AIRC angeschlossen dem Internationalen Weltverband Führender Karosserie Reparaturbetriebe.

00:14:28: Wie gestaltet sich denn dieses Engagement über die Grenzen hinaus und was bringt das?

00:14:33: Wir haben mit dem AIRC eine Institution, bei der wir auch die internationalen Aspekte in unserer Branche betrachten können und analysieren können und uns vor allen Dingen untereinander austauschen können zwischen den Verbänden die er jeweiligen Entwicklungen in den Märkten zuhören können, was dort passiert und einfach Informationen wie Versicherer in anderen Märkten agieren.

00:15:05: Wie anders an Technologien herangegangen wird in anderen Merken – das ist der eine Aspekt dem wir haben, der internationale Austausch, Netzwerken Die Zulieferindustrie, die Werkstelleausrüstungsindustrie ist ein internationales Feld und so kommen die ganzen Facetten zusammen.

00:15:23: Das Wichtige aber ist dass wir mit dem IEC auch engagiert sind in der sogenannten AFKA.

00:15:29: Die Allianz für Freiheit und Reparatur das geht über den Karosseriebau hinaus Aber Wir sind dort mit dem AIC aktiv in dieser Gruppe Teilehersteller, versicherer Mobilitätsdienstleistungsanbieter, Werkstattauswürste bewegen und alle für den freien Aftermarket eintreten.

00:15:51: Und durch diese gemeinschaftliche Interessenvertretung können wir wirklich etwas bewegen haben Zugang zu Politikern in Brüssel um denen verschiedene Themen klarzumachen die einen Kontrast da bieten häufig zur Sichtweise der Fahrzeugherstelle.

00:16:11: Und dadurch konnten wir verschiedene Dinge im Bereich der Gruppenfreistellungsverordnung erreichen, die ja wieder in der Diskussion als.

00:16:20: wir konnten das Thema Datenzugang für die Werkstätten klären und auch hier unsere Entwicklungen anbieten.

00:16:27: Der Bereich Sermi ist beispielsweise ein Thema davon.

00:16:33: So kämpfen wir auf internationaler Ebene insbesondere in Brüssel für die Rechte der freien Werkstatt für die Karosserie- und Fahrzeugbauwerkstellten in unserem Land, übergeordnet für alle Mitgliedsländer im ARC.

00:16:49: Bei einem letzten Treffen des ARC in Frankreich ging es ja auch um das Thema Gebrauchteile.

00:16:54: zu diesem Thema hat sich der ZKFJ am Februar positioniert.

00:16:58: Wie ist der aktuelle Stand?

00:17:00: Ja, kurz zum Hintergrund.

00:17:02: Wir hatten eine Reise gemacht nach Frankreich mit dem Zudem-Verband FFC.

00:17:07: Das ist ein Schwesterverband in Frankreich und haben uns dort Werkstätten angesehen.

00:17:12: Und unter anderem kamen wir dabei auf das Thema Gebrauchteile auch zu sprechen.

00:17:17: Denn die Treibermarkt für das Thema gebrauchteil argumentieren immer mit dem Erfolg dieses Themas in anderen Ländern, u.a.

00:17:26: auch in Franklich.

00:17:27: Und wir haben uns mit den Kollegen dort mal ausgetauscht.

00:17:30: Passt auf, was ihr euch da eintast.

00:17:32: Denn uns wird gesagt ja die Vorbereitung der Teile wird erstattet seitens der Versicherer Garantien werden gegeben

00:17:43: etc.,

00:17:44: etc.

00:17:45: Und die Kollegen in Frankreich hatten genau diese gleiche Erfahrung gemacht bei diesem Thema Gebrauchteile und mussten aber erfahren nach einiger Zeit, dass dies hohe Versprechungen waren seitens der Versicherer.

00:17:58: Und so sind wir gewarnt und können entsprechend argumentieren und aufpassen was die wichtigen Punkte sind bei den Thema Gebrauchteile und worauf zu achten ist zum Beispiel Thema Garantie, Thema Marge, Thema Zugänglichkeit vorarbeiten etc.

00:18:17: Und da sind wir im Austausch, in konstruktiven Austauschen mit den Treibern dieses Themas am Markt.

00:18:24: Insbesondere ist das natürlich die Allianz, dass das AZT und andere Versicherer dahinterstehen.

00:18:32: Wir konnten einige Themen schon aus dem Weg räumen.

00:18:34: Wir stellen immer die Wichtigkeit der Punkte für die Werkstatt dar und stoßen hier auf offene Ohren und das ist ein sehr, sehr konstruktiver Umgang.

00:18:45: Und ich denke dass wir die wichtigsten noch offenen Punkte insbesondere garantiege Wehrleistungen und die anderen genannten, dass wieder eine Lösung finden werden in Zukunft.

00:18:55: Wir haben demnächst einen Austausch mit dem AZT zu diesem Thema und werden dann abklopfen welche Themen unseres damals veröffentlichten Acht-Punkte-Plans bei Gebrauchtheilen abgearbeitet sind, abgehakt werden können Und an welchen Dingen wir noch arbeiten müssen?

00:19:14: Eng verknüpft mit dem Thema Gebrauchteile ist ja auch das Thema Nachhaltigkeit.

00:19:18: Hier hat sich der ZKF ja mit anderen Branchenverbänden zusammengetan, herausgekommen ist der sogenannte Zukunftskompass.

00:19:25: was verbirgt sich dahinter und wie wird er von den Betrieben angenommen?

00:19:29: Der Zukunftskompass ist ein Werkzeug für die Betriebe mit dem insbesondere im Bereich der Berichtserstattung die Betriebe arbeiten können, um einen Bericht zu erstellen der anerkannt ist nach deutschen und europäischen Maßstäben.

00:19:48: Und der der Berichtserstattung dient die die Betrieb im Rahmen der Lieferkette mit zum Beispiel großen Versicherern oder Schadendienstleistern schaden Steuern erbringen müssen einfach weil diese großen Unternehmen anderen gesetzlichen Regularien unterliegen und die wollen natürlich, dass ihre ganze Kette im Berichtswesen dargestellt werden kann.

00:20:13: Im Hinblick auf Nachhaltigkeit und deshalb verschiedene Vertragskomponenten erfüllt werden können seitens der Betriebe im Hinblick Auf Informationen und Darlegung der nachhaltigen Vorgehensweise in den Betrieben.

00:20:28: also gerade ein Thema dass in der Zukunft wichtiger werden wird, wenn Betriebe für große Konzerne, für große Unternehmen und Schadenssteurer arbeiten, die wiederum dieser Berichtserstattung unterliegen und hier gesetzliche Vorgaben erfüllen müssen.

00:20:44: Wir helfen den Betrieben mit diesem einfachen digitalen Tool diese doch sehr bürokratische Aufgabe zu erfülle, damit diese Betrieber auch in Zukunft weiterarbeiten können.

00:20:57: Kurze Zwischenfrage dazu gibt es da schon Ergebnisse oder Berichte von Betrieben aus dem Markt, die das schon gemacht

00:21:03: haben?

00:21:03: Die Erfahrungen, die uns jetzt wieder gespielt werden sind durchaus positiv.

00:21:08: Dass die Betriebe, die in solche Ketten lieferanten Ketten eingebunden sind, dass als ein sinnvolles Tool achten und auch sehr praktikabel damit umgehen können weil es sehr verständlich aufgebaut ist und speziell für die Werkstatt hin, für die Kfz-Werkstatt hinausgerichtet ist.

00:21:24: Ein Blick in die Werkstation zeigt ja, Handwerk immer digitaler wird, die Autos werden komplexer.

00:21:30: Früher erreichten Hammer und Richtbank und heute braucht es Hochwollscheine- und Diagnositolz.

00:21:36: Das traditionelle Handwerk befindet sich also in einem konstanten Ringen mit dem Hightech Auflagen der Hersteller.

00:21:43: Sehen Sie das auch so?

00:21:44: Ja, denn jedes Fahrzeug wird künftig mit noch mehr Elektronik, mit noch more Regularien vollgestofft sein.

00:21:54: Ich persönlich Wenn man mich fragen würde, finde das schon too much weil ich eigentlich jemand bin der gerne sehr gerne Auto fährt und diese eingreifenden Systeme eher als lästig und eher unfallfördernd empfinde.

00:22:09: Aber da sind nun mal jetzt die gesetzlichen Vorgaben und Fahrerassistenzsysteme werden immer mehr Einfluss haben, auch im Hinblick auf das autonome Fahren.

00:22:20: Das auch voranschreitet.

00:22:22: in verschiedenen Ländern wird Level drei freigegeben.

00:22:27: Level vier wird schon in manchen Ländern genutzt.

00:22:32: wenn die Problematik der Herstellerhaftung gelöst ist wird dieses Thema noch stärker bei uns ankommen und damit wird das Fahrzeug noch komplexer werden denn Es wird über Elektronik und digitale Komponenten noch stärker vernetzt sein.

00:22:47: Und unsere Branche muss darauf vorbereitet sein, muss auch damit umgehen und arbeiten können.

00:22:55: Kommen wir mal zur E-Mobilität.

00:22:57: Viele Betriebe scheuen ja die Investitionen, die damit verbunden sind noch... Was sagen Sie denn einem Inhaber der sich überlegt, die Aufträge einfach abzulehnen?

00:23:08: Das ist wie vorhin.

00:23:09: das ist der erste Schritt zu sagen Eigentlich will ich nicht mehr, denn das wird von den Betrieben erforderlich sein.

00:23:18: Dass sie solche Technologien dafür auch die entsprechende Infrastruktur haben.

00:23:23: Wenn ich keinen Quarantäneplatz habe kann ich kein verunfalltes Hochvoltfahrzeug in Empfang nehmen und daran arbeiten.

00:23:31: Es muss klar sein, dass damit auch Umsatzpotenzial- und Geschäftsbereiche verloren gehen wenn sie sich nicht darum kümmern solche Situationen zu haben.

00:23:42: Nicht umsonst haben wir das Thema E-Mobilität verpflichtend für die Eurogerandfachbetriebe eingeführt weil Eurogarandfach Betriebe sind zuständig für Flotten oder Versicherungen hochwollt angetriebene Fahrzeuge nicht ausschließen von der Reparatur, sondern man muss die Infrastruktur schaffen damit diese Fahrzeige repariert werden können.

00:24:04: Und wenn der Quarantäneplatz dazugehört oder eine Absaugstation für zum Beispiel Aluminium- oder Carbon dann sollte man sich überlegen ob man da rein investiert weil das Gewicht der Fahrzeugel wird weiterhin eine immer größere Rolle spielen und das sind die Materialien, mit denen gearbeitet werden wird.

00:24:26: Folglich auch die Materialie, mit den der Betrieb zu tun haben wird wenn er diese Fahrzeuge reparieren möchte.

00:24:33: Werfen wir doch mal einen Blick in die Glaskugel.

00:24:35: Wenn wir uns in fünf Jahren vielleicht hier wieder treffen wie wird sich die Zahl der Betriebe verändert haben?

00:24:40: Und was muss ein Inhaber heute tun um dann noch erfolgreich im Markt zu sein?

00:24:45: Es ist vielleicht keine schöne Nachricht, die ich jetzt sage aber Die Anzahl der betriebe geringer werden.

00:24:53: Es wird ein Konzentrationsprozess einsetzen, viele kleine Betriebe die nicht mehr mit den Investitionen mithalten können wir werden ausscheiden oder werden von größeren übernommen werden zusammengelegt werden Und das wird das Bild der Zukunft sein.

00:25:12: Einfach, weil sich der kleine Betrieb viele Investitionen nicht mehr leisten können wird und deshalb verschiedene Technologien nur in größeren Werkstätten reininvestiert werden.

00:25:27: Das andere ist auch noch dass wir einen Nachwuchsproblem haben.

00:25:31: Dass es zu wenig Nachfolger gibt.

00:25:33: Zu wenige neue junge Meister die gewillt sind, eine eigene Verantwortung und einen eigenen Betrieb zu übernehmen.

00:25:42: Und das wird dazu führen dass wir weniger Betriebe haben werden.

00:25:48: aber die Betriege die es geben wird, die es am Markt schaffen werden werden größer sein und werden auch die Investitionen tätigen müssen die von der Fahrzeugindustrie verlangt werden um die Fahrzeuge zu reparieren.

00:26:01: Also ist Investition gleichzeitig ein Erfolgsgarant?

00:26:05: Wenn man die richtigen Investitionen tätigt und diese Investition richtig einzusetzen weiß, dann ist das eine Erfolgsgarant.

00:26:14: Machen wir doch zum Schluss noch eine kleine spontane Speedrunde, Diesel oder Elektro?

00:26:21: Ich fahre im Jahr circa fünfzigtausend Kilometer.

00:26:23: Und ich habe noch keine Elektrororte kennengelernt, dass mich zu Terminen schafft, die vieler Kilometer entfernt sind und am gleichen Tag wieder zurückbringt.

00:26:33: also als Vielfahrer bin ich aktuell noch der Diesel-Fan.

00:26:40: Aber ich weiß, dass die Zukunft mich auch nicht dazu bringen wird, ein Elektro zu fahren und ich bin durchaus dazu bereit.

00:26:47: wenn ich eine Reichweite von realistischen achthundert Kilometern habe und mein Fahrzeug in zwanzig dreißig Minuten laden kann dann bin ich auch dabei!

00:26:56: Und für die Stadt ist Elektro eine tolle Sache, ein tolles Ding.

00:27:00: aber weil ich viele große und lange Strecken fahre, ist momentan noch der Verbrenner oder der Diesel, mein Favourite.

00:27:08: Das Karosserie-Bauerhandwerk ist für mich Punktpunktpunkt.

00:27:12: Eines der schönsten Handwerke der Welt denn ich kann fast in keinem anderen Beruf sehen wie sich etwas Kaputtes wieder ein ganzes und Schönes verwandeln lässt und deshalb macht Dieser Beruf mit der Arbeit, mit den Händen so viel aus und ist einer der schönsten handwerklichen Berufe die ich mir vorstellen kann.

00:27:36: Was raten Sie dem einen jungen Meisterschüler aus unserer Branche heutzutage?

00:27:42: Dem Meistersschüler mit dem Ziel des Meisterabschlusses würde ich empfehlen offen zu sein interessierte Bewegung das Marktes zu verfolgen keine Angst vor Verantwortung zu haben Und ich würde ihm wünschen dass er den Wunsch dass er seinen eigenen Betrieb aufmachen möchte bzw.

00:28:03: übernehmen möchte, um seinen Beruf und seine Kenntnisse voll ausspielen zu können.

00:28:08: Und dennoch nie war die Chance so groß als Meister in diesem Beruf selbstständig zu werben bei den Betrieben, die heute ein Nachfolger suchen und bei denen es einfach zu wenige potenzielle Nachfolge gibt.

00:28:22: Wir haben im Jahr ungefähr zweihundertvierzig Meisterschüler Abschlüsse Und das ist nicht viel bei der Anzahl der Betriebe in ganz Deutschland.

00:28:33: Ich würde mir wünschen, dass viele davon oder die meisten den Wunsch haben, irgendwann ihren eigenen Betrieb zu führen und die Augen aufhalten ob sich eine solche Chance ergibt im Markt, ob es einen schönen Betrieb gibt, der ein Nachfolger sucht um dort einzusteigen und dann an der eigenen Selbstständigkeit zu arbeiten.

00:28:56: Herr Aukam, herzlichen Dank für dieses erfrischende Interview.

00:29:00: Vielen vielen Dank Frau Otto!

00:29:01: Gerne wieder.

00:29:02: ich freue mich auf den weiteren Kontakt.