Insights Schaden-Business

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Schaden Business Insight, dem Podcast-Format von Schadenews.

00:00:08: Mein Name ist Christian Simmert.

00:00:09: ich bin Chefredakteur unseres Nachrichten Portals und begrüße ganz herzlich bei uns im Studio Henning Hamann Geschäftsführer der Kanzlei Fucht und ausgewiesener Schadenrechtsexperte.

00:00:22: Hallo lieber Henning!

00:00:23: Hallo Christian, vielen Dank für die Einladung.

00:00:25: Wir wollen uns heute etwas um zwei Themen kümmern und zwar sehr genau und sehr präzise kümmern.

00:00:32: das ist einmal das Urteil des Bundesgerichtshofes zum Thema Werkstattrisiko im Kaskoschadenfall.

00:00:39: Das gefällt wurde am neunten September diesen Jahres.

00:00:42: Das hat Auswirkungen oder keine Auswirkung auf die Werkstadtwelt und die Schadenwelt.

00:00:48: Wir werden das mit Henning-Harman besprechen.

00:00:50: Und das zweite Thema, was wir hier auf unserem Zettel stehen haben ist das Thema Projekt von ZKF und Huck Koburg in Bezug auf die Haftpflichtschäden, die reguliert werden sollen ohne Anwalt und ohne Sachverständigen.

00:01:21: Wir fangen wir an mit einem Thema, was sehr aktuell ist.

00:01:25: Das BGH-Urteil fliegt jetzt ungefähr etwas mehr als ein Monat zurück.

00:01:31: Es geht um das Werkstattrisiko.

00:01:33: Henning, klär uns doch mal auf, was wurde denn da eigentlich verhandelt?

00:01:37: Ganz spannend tatsächlich und wir reden ja schon seit einigen Monaten darüber.

00:01:43: bevor ich das Werkestattrisik in der Kaskoversicherung erkläre vielleicht immer ganz kurz das Werkstartrisiko insgesamt.

00:01:49: Es geht ja immer um den Streit bei Kürzungen, die von den Versichern vorgenommen werden.

00:01:54: Wer muss die eigentlich beseitigen?

00:01:57: Diese Kürzung?

00:01:58: oder auf wessen Schultern wird das ausgetragen?

00:02:00: und der BGH hat ganz vielen Entscheidungen immer wieder bestätigt.

00:02:05: Auf dem Rücken der Geschädigten jedenfalls soll der ganze Spaß nicht ausgetragen werden.

00:02:08: also immer dann wenn eine Reparaturechnung vorliegt und das für den Geschädigten nicht leihen.

00:02:15: erkennbar falsch war diese Rechnung.

00:02:18: Also zum Beispiel, wenn der jetzt einen Heckschaden hatte und in der Reparaturrechnung tauchen plötzlich Frontscheinwerfer auf dann könnte man auch vom Leyen verlangen ja das war hier wohl offensichtlich falsch aber das ist ja in den seltensten Fällen der Fall und kein Laie kann erkennen ob die Beilagierungskosten erforderlich waren oder irgendwie Holraumversiegelung oder sonst was.

00:02:37: Und immer wenn das der Fall ist, dann wird dieses Werkstattrisiko zu Lasten des Schädigers angewendet also zu Lastens des Versicherers und eben nicht zu Lastes des Geschädigten.

00:02:49: mit anderen Worten Der Versicherer kann nicht mehr kürzen im Haftlichtschadenfall sondern er muss das vollständig bezahlen was da an Schaden entstanden ist auch die Position von denen er glaubt dass sie ungerechtfertigt sind Und muss sich dann hinterher in einem zweiten Schritt im Wege des sogenannten Regressprozesses versuchen, das Geld von der Werkstatt wieder zu holen oder vom Sachverständigen, der den Schaden kalkuliert hat.

00:03:15: Dieses Werkschaftsrisiko ist ein sehr, sehr scharfes Schwert zugunsten der Geschädigten aber eben auch nur zur Gunsten der geschädigten denn die sollen hier nach der Rechtsschulen des BGH raus gehalten werden.

00:03:24: und die spannende Frage war seitdem sind diese Grundsätze eigentlich auch übertragbar?

00:03:29: auf dem KASCO Versicherungsvertrag also die Abrechnung nach KASGO Ende vorweg ist es nicht übertragbar.

00:03:35: Die Herleitung wie folgt, das Kasko-Recht ist ja Vertragsrecht und da gilt eben das was zwischen den Parteien vereinbart ist.

00:03:45: und die Klausel auf dies hier ankam war eine Klauseln in der drin steht Das ist Deckungs- und Wortleuchten allen Kaskoverträgen der Fall.

00:03:54: wird das Fahrzeug beschädigt zahlen wir die für die reparatorerforderlichen Kosten bis zu folgenden Obergrenzen.

00:04:00: Und die spannende Frage Was sind die erforderlichen Kosten?

00:04:04: Sind erforderliche Kosten eigentlich auch solche, die aus Sicht des Geschädigten unnötigerweise entstanden sind oder sich des Versicherers unnütigerweise standen sind.

00:04:14: Die der Geschädigte aber nicht erkennen konnte?

00:04:17: und da hat er BGH gesagt Nee diese Grundsätze zum Werkstattrisiko aus dem Haftlichtbereich sind nicht auf den auf die Kaskoversicherung übertragbar.

00:04:25: hier gilt tatsächlich was zwischen den Parteien vereinbart ist.

00:04:29: Und im ganz konkreten Fall ist es so gewesen dass ein Sachverständiger in einem gerichtlichen Verfahren herausgefunden hat oder festgestellt hat, dass Teile der Reparatur unberechtigt erfolgt sind und die dortigen Kosten mehrere Positionen überhöht waren.

00:04:47: Damit war es ging nur um dreihundertneunachtzehn Euro einen Cent.

00:04:51: Damit stand quasi Sachverständigerseits fest, dass diese Kosten überhöht waren.

00:04:56: Und da hat der BGH gesagt naja dann sind die eben nicht erforderlich gewesen.

00:04:59: und wenn im Vertrag steht wir zahlen ja nur die erforderlichen Kosten und die sind nicht erförderlich, dann muss das halt nicht bezahlt werden.

00:05:06: soweit so nachvollziehbar.

00:05:09: Das heißt im Prinzip ändert sich

00:05:13: nach

00:05:13: dem BGH Urteil von Anfang September nichts oder doch?

00:05:20: Das kommt drauf an!

00:05:21: Der BGH hat gesagt Das gilt jedenfalls dann, wenn der Schaden ein ungestreuerter Schaden ist.

00:05:29: Also wenn der Geschädigte oder Versicherungsnehmer sich die Werkstatt selbst ausgesucht hat.

00:05:37: Es kann anders sein, wenn es sich um einen gesteuerten Schaden handelt.

00:05:41: Wenn der Versicherer die Werkstadt aussucht und sagt hier geht er mal hin, Versicherungssnehmer das ist eine super Werkstatte mit der haben wir ganz tolle Erfahrungen Und jetzt werden Reparaturarbeiten durchgeführt die möglicherweise überhöht sind oder waren.

00:05:54: Dann soll dieses Werkstattrisiko eben möglicherweise doch zugunsten des Versicherungsnehmers gelten und dann hätten wir hier Streitpotenzial im Verhältnis zwischen dem Versichern der Werkstatte, aber jedenfalls nicht im Verhaltnis zu den Versicherungnehmern.

00:06:10: und das ist auch sachgerecht denn der Geschädigte hat ja überhaupt keinen Einfluss darauf was die Werkstatt macht, die er sich nicht selbst aussucht.

00:06:19: Und dann kann man zwar immer noch sagen, na ja gut im Vertrag steht es da drin, die erforderlichen Kosten zahlen wir nur.

00:06:24: und wenn das auch hier wieder nicht erforderliche Kosten sind, dann könnte man sagen, dann muss auch das nicht bezahlt werden.

00:06:29: aber der BGH lässt eben ausdrücklich diese Tür auf indem er sagt, aber wenn der Versicherheit gesteuert hat und der geschädigte Versicherungssnehmer darauf keinen Einfluss hat, dann haben wir hier möglicherweise andere Voraussetzungen was wir im Werkstattrisiko zum Haftlicht-Schaden schon entschieden haben.

00:06:46: Womit rechnest du denn jetzt, wenn das Ganze in die Rechtspraxis umgesetzt wird?

00:06:51: Also wird sich da etwas verändern für den Geschädigten und Sachverständigen oder Versicherer?

00:06:58: Was glaubst Du also in der Schadensteuerung?

00:07:01: In der Schadesteuerung kommt es natürlich darauf an, was es für Vereinbarungen gibt zwischen der Werkstatte und dem Versicherern.

00:07:10: Ich glaube schon dass die aufgeklärte Werkstarte die diese Entscheidung kennt, möglicherweise gut beraten wäre sich genau gegen diese Probleme mit dem Versicherer in Verbindung zu setzen.

00:07:22: Also was passiert eigentlich?

00:07:23: In einem gesteuerten Schaden wenn der Versicher sagt, die und die Kosten zahlen wir nicht das ist zu teuer.

00:07:30: Und dann ist die spannende Frage wie oft kommt das eigentlich vor?

00:07:35: Ich höre von den Schadensteuern, dass das jedenfalls etwas ist was nicht gar nicht vorkommt.

00:07:42: Das ist sicherlich nicht so oft der Fall wie im Haftpflichtschadenfall.

00:07:45: aber auch in Casco haben wir Kürzungen der Versicherer hinsichtlich einiger Schadenpositionen die der Versicherung nicht bezahlen möchte und er gilt halt der Grundsatz die erforderlichen Kosten sind zu bezahlen und was ist erforderlich?

00:08:00: Das entscheidet am Ende des Tages notfalls ein Sachverständiger, was erforderlich ist.

00:08:05: Aber es entscheidet nicht der Versicherer und wenn wir davon ausgehen dass in einem gesteuerten Schaden hier möglicherweise das Werkstattrisiko eben doch greift zugunsten ist geschädigt dann wäre die Werkstatte im Steuerungsvertrag mit dem Versicher zusammenarbeitet gut beraten genau zu diesem Punkt mit den Versicherern in den Dialog zu gehen.

00:08:22: Also wir werden sehen wie sich die Rechtpraxis weiterentwickeln wird.

00:08:27: Ihr seid ja sehr, sehr nah dran mit euren Rechtsanwälten bei der Cancel Life hoch und du persönlich als Experte auch mit uns unterwegs.

00:08:36: wir werden da einen Blick drauf haben und schauen wie sich in diesem und den nächsten Jahr diese Rechtslage und die Situation weiter entwickeln wird.

00:08:43: erst mal vielen Dank für diesen... Bereich, das BGH-Uhrteil wird uns also noch etwas länger beschäftigen.

00:08:52: Die Branche beschäftigt hat schon seit dem Schadentalk auf der Automechanik ein anderes Thema nämlich eine sehr überraschende Zusammenarbeit zwischen dem Zentralverband Karosserie und Fahrzeugtechnik ZKF und im größten deutschen Kfzversicherer Huck.

00:09:10: Um was geht's?

00:09:11: In einem Pilotprojekt wollen ZKF von der Kobok Kfz Haftpflichtschäden bis zu einer Schadenhöhe von drei tausend Euro.

00:09:20: Achtung, ohne den Zuziehungen von Sachverständigen und Rechtsanwalt regulieren.

00:09:26: Henning du musst mir helfen.

00:09:27: Normalerweise hat doch ein geschädigterm Haftlichtschadenfall einen Anspruch auf einen Sachverständige oder rechtsanwaltung, oder?

00:09:35: Absolut!

00:09:36: Das hatte er und das aus gutem Grund und zwar insbesondere Aufgrund des ganz starken Informationsgefälles, was wir haben zwischen dem Versicherer auf der einen und den Geschädigten auf die anderen Seite.

00:09:47: Weil der Geschädigte statistisch alle acht bis neun Jahre mal einen Unfall hat ist er natürlich dem Versichern hoffnungslos und hilflos ausgeliefert in der Schadenregulierung Er nicht weiter weiß oder eben um sich zu informieren, was er überhaupt für Rechte hat.

00:10:04: Kann er sich Profis auf Kosten des Schädigers hinzuholen?

00:10:06: Das ist die von ihm selbst beauftragte und frei wählbare Werkstatt.

00:10:13: Das ist der Sachverständige seines Vertrauens und das ist auch ein Rechtsanwalt, der darauf achtet dass dem Geschädigten keine Ansprüche vorenthalten bleiben.

00:10:21: Nun gibt es dieses Pilotprojekt, wir haben ja in Frankfurt beim Shantalk darüber diskutiert mit Martin Schneider von der Hockerburg und dem Thomas Aukam, ZKF Hauptgeschäftsführer.

00:10:34: Du standst auch mit auf der Bühne gemeinsam mit dem Michael Wesels, BVS-Präsident der oberste Sachverständige sozusagen, der freie Sachverständigen Deutschland.

00:10:44: sehr stark kritisiert.

00:10:46: Fasst doch mal zusammen und beurteilen nochmal aus der heutigen Sicht etwas mehr als einem Monat dieses Modellprojekt, was da angestoßen werden soll.

00:10:57: Muss ich ja die Frage stellen, was die Motive dafür sind das zu machen?

00:11:00: Aus Sicht der Huckoburg ganz klar Geld sparen.

00:11:04: Die versuchen sich natürlich die Kosten für den Sachverständigen und den Anwalt zu ersparen.

00:11:08: deswegen ist es aus Sicht des Versicherungs natürlich ein ganz klassisch guter Move.

00:11:13: Ich habe nur noch nicht verstanden, was den ZKF reitet eine solche Empfehlung auszusprechen und sich auf ein solches Pilotprojekt einzulassen.

00:11:20: Denn in meinen Augen ist das etwas die da vereinbaren einen ganz klarer Verstoß, einen ganz klaren Vertrag zu Lasten der Werkstattkunden.

00:11:29: Und wenn das publik wird dass die Werkstatte hier irgendeinen Eigeninteresse haben könnte und darauf kommen wir gleich wahrscheinlich einen Sachverständigen, einen neutralen Sachverständig und einen Anwalt rauszuhalten.

00:11:44: Dann würde es mich nicht wundern wenn dieser Werkstattkunde längste Zeitkunde dieser Werkstart war denn ihm werden hier tatsächlich Ansprüche vorenthalten gegen Zahlung eines Entgeltes.

00:11:58: Die Werkstatte setzt sich zwischen die Interessen des Versichers und das Werkstatten Kunden Und ich habe eine Idee Wesseninteressen die Werkstatt eher vertreten sollte und das sind nicht die des Versichers.

00:12:14: Sortieren wir das doch mal ein bisschen.

00:12:15: der ZKF sagt an dieser Stelle, dass soll ein deeskalierendes Projekt sein, das heißt man will mit diesem Projekt den Werkstätten eine Möglichkeit geben regressicherer unterwegs zu sein.

00:12:30: Das heisst also Jokoboch verspricht dem Gegenzug wenn man diesen Weg geht bei Haftlichtschäden unter dreitausend Euro den Anwalt und auch den Sachverständigen rauszuhalten dass man dann auf der Regresssicheren Seite stehen würde.

00:12:47: wie beurteilt du das?

00:12:48: Ich

00:12:48: verstehe schon den Grundsatz der Deeskalationsstrategie nicht, weil in allen Verfahren die wir betreuen und das sind seine hohe fünfstellige Anzahl pro Jahr.

00:12:58: mittlerweile ist es so dass immer der Grundsatz gilt, dass die erforderlichen Reparaturkosten anfallen und erstattet werden müssen.

00:13:07: Dass das dem Versicherer nicht passt liegt auf der Hand.

00:13:10: Der Versicher möchte die Verbringungskosten nicht zahlen oder jedenfalls nicht in der Höhe.

00:13:14: Der Versicherer möchte die UPE-Aufschläge nicht bezahlen, er möchte die Beilackierungskosten nicht bezahlern, möchte Teile vom Reparaturweg nicht bezahlen.

00:13:20: also das Hauptziel eines Versicheras ist ja nicht den Schaden vollumfänglich auszugleichen sondern man könnte den Eindruck gewinnen dass Hauptziel des Versichers es möglich sind geringe Schadenaufwände zu haben was aus Sicht des Versicherers bei wirtschaftlicher Betrachtung auch richtig ist.

00:13:37: Aber so ist es eben nicht rechtlich geregelt, denn der Geschädigte soll nach dem Unfall so gestellt werden wie er vor dem Unvollstand.

00:13:44: Und wenn dann entsprechende Beilagierungskosten, Verbindungskosten und so weiter dazugehören, sind die zu erstatten.

00:13:50: Da kann der Versicherer sich darüber aufregen, wie er will.

00:13:53: Die muss er dann bezahlen.

00:13:56: Wenn er das bezahlen muss und wenn der BGH das auch noch mal in aller Deutlichkeit klarstellt was man aufleutet ihr müsst das bezahlen und klärt das bitte hinterher auf einem anderen Weg im Rahmen des Regresses Dann ist das keine Eskalation, sondern dann ist es ein unlauteres Verhalten des Versicherers.

00:14:14: Hier den Versuch zu unternehmen, Kosten dem Geschädigten vorzuenthalten oder der Werkstatt vorzuenthalten die tatsächlich im Rahmen einer ordnungsgemäßen Reparatur angefallen sind.

00:14:26: ich habe keine empirisch bewiesenen Daten darüber dass die Werkstätten hier über Gebühr oder durch die Bank weg den Versicherer betrügen und Sachen aufschreiben, und durchführen, die völlig überflüssig und unnötig sind.

00:14:43: Wenn ich mit den Sachverständigen spreche ist das auch ziemlich eindeutig dass hier tatsächlich anhand von Hersteller Reparaturvergaben repariert wird und anhand des konkreten Schadenbildes.

00:14:54: wenn der Versicher also meint er muss es ja nicht bezahlen dann kann er sich dagegen zur Wehr setzen und kann versuchen zu regressieren bei der Werkstatt.

00:15:01: Das gelingt ihm aber in aller Regel ja gar nicht, weil die Werkstatt eben nichts falsch gemacht hat.

00:15:06: Wenn also jetzt der ZKF hergeht und sagt wir versuchen Die Werkstätten von diesen Regressthemen frei zu halten durch Ausklammerung von Sachverständigem und Anwalt dann Verstehe ich ehrlicherweise nicht, was hier deeskaliert werden soll.

00:15:23: Denn das ist ein ganz normaler Regulierungsschritt im Übrigen aus der Sicht des Geschädigten und genau das wird hier verhindert.

00:15:31: Hier wird dem Geschädigtewerten die Ansprüche auf Erhalt eines Sachverständigengutachtens voranhalten und auch möglicherweise andere Ansprüchen von denen ich nicht weiß ob der Versicher die alle freiwillig bezahlt.

00:15:42: also In der Stellungnahme des VSK, die wir ja auch veröffentlicht haben vor einiger Zeit steht drin das es angeblich nur in solchen Fällen zu einer Ausglammerung von Anwalt und Sachverständigen kommt wo der Geschädigte ausdrücklich aus eigener Motivation heraus verzichtet.

00:16:06: Jetzt Kann man natürlich sagen, was ist eigene Motivation?

00:16:10: Vor allen Dingen wenn dann für einen Kostenforten Schlag einhundertfünftig Euro gezahlt werden.

00:16:15: Das sieht ein bisschen schräg aus.

00:16:19: wie blickst du darauf?

00:16:21: Das ist absolut schräg.

00:16:23: Insbesondere stellt sich ja die Frage, ob das gegenüber dem Werkstattkunden aufgelegt wird.

00:16:27: also wird dem Geschädigten erklärt pass mal auf wir kriegen übrigens vom Versicherer.

00:16:30: Hundertfünfzig Euro wenn wir im Gegenzug auf ein Sachverständigutachten verzichten und auf einen Anwalt verzichten.

00:16:37: ich glaube nicht dass es passiert und die hundertfünftig euro erscheinen mir hier auch tatsächlich deutlich mehr zu sein als nur die Kosten für den kostenvollen Schlag.

00:16:45: das scheint mir tatsächlich so eine Art Gudi dafür zu sein oder einen Motivationsschub Hilfe dafür zu sein, wirklich auf den Sachverständigen und den Anwalt zu verzichten.

00:16:56: Und eben darauf hinzuwirken dass diese Kosten nicht zulassen des Versicherers anfallen.

00:17:00: Begibt sich da die Werkstatt auf dünnes Eis?

00:17:02: Also welche Konsequenzen hätte das?

00:17:04: wenn es dann hinterher doch zu einem Rechtsschreit kommt, dass Rechte des geschädigten ja vorenthalten wurden muss die Werkstadt damit rechnen selber auch Gegenstand von Klagen zu werden.

00:17:17: Soweit würde ich nicht gehen, aber die Werkstatt wird sicherlich Gegenstand von unzufriedenen Werkstatterkunden werden.

00:17:24: Wenn heraus kommt dass die Werkstadt hier nicht die Interessen des eigenen Kunden verfolgt sondern maßgeblich die Interessens des Versicherers verfolgen.

00:17:34: Wir werden sehen wie dieses Projekt weitergeht.

00:17:36: wir haben jetzt die ersten Betriebe noch nicht Die sich daran beteiligen der ZKFL sogenannte Leitlinien für öffentlichen.

00:17:47: der Verband uns gegenüber zumindest gesagt, dann muss man jetzt mal genau schauen was sind das für Leitlinien.

00:17:53: Skurril mutet das aber schon ein bisschen an weil man sich ja auch jahrelang zumindest dass so unsere Meinung in der Redaktion immer wieder gewährt hat und die Betriebe aufgefordert hat sich gegen Regressforderungen der Kfz-Versicherung speziell der Hockerburg auch zu wehren rechtlich auch zu wertzusetzen.

00:18:12: denkst du das wird sich jetzt durch dieses Projekt auch ein bisschen erledigen oder aufweichen, dass man damit im Rückgang von Klagen auch von Seiten der Werkstätten rechnet.

00:18:26: Das wird sich zeigen.

00:18:27: nochmal ich kenne die Motivation des ZKF nicht.

00:18:30: Ich kann sie nur vermuten und nach wie vor bin ich gelinde gesagt entsetzt über diese Art und Weise der Vereinbarung und der Pilotierung.

00:18:39: Ich habe die Worte von auch ehemaligen ZKf-Präsidenten noch im Ohr dass man die Schäden auch auf Fundament von obergerechtlicher Rechtsprechung, die obergrechtliche Rechtsprechungen sagt.

00:18:51: Auch einfachste Schäde immer Anwalt weil alles viel zu kompliziert und der Geschichte ist dem Versicher hilflos ausgeliefert.

00:18:58: also auf dieser Basis erfolgte die Kommunikation seitens des ZKF.

00:19:02: nehmt euch ein Anwaltung Wert euch gegen den Versicherer seht zu, dass da nix gekürzt wird.

00:19:08: Und das jetzt aufzugeben zugunsten einer Kugelai mit dem Versicherern hat mich also wirklich mehr als verwundert.

00:19:15: Wohin das Ganze geht müssen wir abwarten.

00:19:17: Das ist noch nicht geklärt.

00:19:19: was passiert mit Schäden die zwar in der Kostenvorenschlag zwei Acht sind, aber dann hinter der Reparatur drei Fünf.

00:19:26: Was passiert denn eigentlich mit Werkstätten die sich auf dieser Vereinbarung ausruhen und sehr großzügig mit der Schadenkalkulation umgehen?

00:19:37: Das alles wird die Zukunft zeigen.

00:19:39: Das kann ich noch nicht abschätzen, ich weiß auch nicht wie der Markt diese Vereinbarung annehmen wird.

00:19:44: Eins ist klar es gibt gewichtige Stimmen in der Schadenregulierung und das sind nicht nur Anwälte, das sind keine Sachverständigen.

00:19:52: Es gibt auch Werkstätten da nicht großartig mit einverstanden sind was hier passiert.

00:19:57: Da muss man gucken inwieweit das wirklich eine Interessensvertretung ist, die die Interessen der Werkstatt vertritt.

00:20:03: Also wir bleiben auch an diesem Thema weiter dran, sicherlich wird das Thema Modellprojekt ZKF und Hochkoburg die Branche unterschaden Business insgesamt noch länger beschäftigen.

00:20:15: Für den Moment und den aktuellen Stand.

00:20:18: erstmal ganz herzlichen Dank lieber Henning Hammann für deine Einschätzung.

00:20:24: ich denke auch die Kanzlei Fuchtwirt das Thema Regress weiter sehr intensiv beleuchten.

00:20:30: Wir werden sehr intensiv darüber berichten und haben auch unsere Meinung dazu, die wir immer mal wieder dann auf Schaden News und hier in den Podcasts diskutieren und zur Diskussion stellen.

00:20:42: offen sind wir natürlich für alle Seiten.

00:20:44: das heißt also wir werden uns auch nochmal ein bisschen mit der Position des ZKF dazu beschäftigen.

00:20:50: aber für heute erstmal ganz herzlichen Dank für deine beiden Einschätzungen einmal zum BGH-Urteil Werkstattrisiko

00:20:56: Kasko

00:20:57: und zum anderen Mundai-Projekt ZKF.

00:21:01: Und Hockhobog für den KFZ Haftpflichtschadenfall.

00:21:06: Lieber Henning, danke schön!

00:21:08: Und herzliche Grüße nach Dortmund.

00:21:10: Vielen Dank Christian.

00:21:12: Alles Gute bis zum nächsten Mal.