Insights Schaden-Business

Insights Schaden-Business

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00:00:03: Insights aus dem Schadenbusiness,

00:00:05: der Podcast

00:00:05: von SchadenNews.

00:00:08: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts!

00:00:12: Mein Name ist Karina Hederich und ich bin Redakteurin beim Online-Nachrichtenmagazin Schadenews.

00:00:18: Im Fokus der heutige Ausgabe steht das Thema Fahrerassistenzsysteme – die technische Entwicklung war wie in so vielen Bereichen Auch hier im letzten Jahrzehnt extrem dynamisch.

00:00:29: Systeme, die früher nur Oberklassefahrzeugen vorbehalten waren gehören inzwischen zu Serienausstattung und auch autonom fahrende Fahrzeuge sind ja längst keine Zukunftsmusik mehr.

00:00:40: All das hat natürlich erhebliche Auswirkungen auf die Unfallschadenreparatur und genau darüber wollen wir heute sprechen.

00:00:48: Und zwar mit einem ausgewiesenen Experten der mir gegenüber sitzt Helge Kiebach, Geschäftsführer des Kraftfahrzeugtechnischen Instituts.

00:00:55: Hallo Helge!

00:00:56: Hallo Karina, vielen Dank für die Einladung.

00:00:58: ich freue mich sehr hier zu sein.

00:01:00: Ich mich auch und vor allem auf das, was du uns heute so berichten wirst.

00:01:05: Wir bleiben erst mal.

00:01:06: ganz allgemein also ich habe ja gerade schon gesagt die Entwicklung in dem Bereich Fahrerassistenzsysteme ist extrem dynamisch.

00:01:15: Wo liegen wir denn jetzt?

00:01:16: Was den Anteil an Fahrzeugen auf deutschen Straßen angeht, die eben mit Fahrer Assistenz System ausgestattet sind?

00:01:23: Gleich eine schwierige Frage zum Anfang die nicht ganz so leicht zu beantworten ist.

00:01:27: Also ich fange vielleicht mal ganz vorne an.

00:01:30: Im Jahre Zwei-Tausend Elf ist ESP, also ein Fahrstabilisierungsprogramm verpflichtend eingeführt worden oder wurde verpflichten für Pkw und das sind jetzt fünfzehn Jahre ist es jetzt her und wir sind jetzt bei über neunzig Prozent Verbaurate.

00:01:43: Ausstattungsquote im deutschen PkW Bestand also von den Fahrzeugen die in Deutschland fahren.

00:01:50: Das sind aber Systeme die keine Umfeldbeobachtung machen.

00:01:53: wenn wir jetzt nicht glaube dass es auch der Schwerpunkt heute Das Thema Fahrzeug-Umfeld beobachtende Assistenzsysteme mal uns angucken.

00:02:02: Dann liegen wir so bei ungefähr bis zu dreißig Prozent Ausstattungsquote im Bestand, kommt jetzt ein bisschen darauf an welches System wir uns anguckten.

00:02:14: Es gibt dazu eine sehr schöne Erhebung der BAS, der Bundesanstalt für Straßenwesen.

00:02:19: Die hat für mehrere Jahre, zuletzt für zwanzig-dreinzwanzigmal sich angeguckt wie die Ausstattungsquoten aussehen.

00:02:28: Und demnach ist der City Notbremsassistent also ein autonomes Notbrennsassistent fast bis dreißig Kilometer pro Stunde selbstständig bremst liegt derzeit bei um die Dreißig Prozent.

00:02:40: Wenn wir uns mal zum Beispiel Todwinkelassistenten angucken, sind wir so knapp über zwanzig vierundzwanzigfünfundzwundzig Prozent und das sind ungefähr die Ausstattungsquoten.

00:02:49: Das heißt grob gesagt etwa jedes vierte fünfte Fahrzeug in Deutschland hat diese Umfeld beobachtenden Fahrassistenzsysteme.

00:02:59: eine kleine Ausnahme sind die Park Assistenz System.

00:03:03: Da haben wir schon höhere Ausstattungsquote, da liegen wir ungefähr bei über sechzig Prozent.

00:03:07: Also zwei von drei Fahrzeugen haben diese Ultraschallsensoren verbaut.

00:03:11: Aber ganz klar Tendenz steigen!

00:03:13: Du hattest eingangs erwähnt ESP als Beispiel wo wir jetzt nach fünfzehn Jahren bei ninety-fünf Prozent Verbaurate liegen.

00:03:22: Nun haben wir ja auch inzwischen mehrere Assistenzsysteme die Pflicht sind.

00:03:27: Welche sind denn das?

00:03:28: Ja, das ist eine ganze Bandbreite.

00:03:29: Wenn wir uns jetzt mal auf die Fahrzeug-Umfeld beobachtenen Systeme beschränken dann ist es zum einen der Notbremsassistent.

00:03:37: Das ist der Spurhalteassistent also dass das Fahrzeug überwacht ob er noch im Fahrstreifen fährt und das gegebenenfalls also warnt oder eben auch korrigiert und das ist der Rückfahrassistent.

00:03:47: ansonsten gibt es noch weitere Systeme zB der intelligente Geschwindigkeitsassistent der aber in der Regel über GPS arbeitet oder Karten basiert, in einigen Fällen auch mit der Kamera.

00:03:59: Das ist aber was die Assistenzsysteme angeht oder insbesondere die Sensor nicht so der Schwerpunkt.

00:04:05: Es gibt die Müdigkeitswarner und den EDR also den Unfalldatenschreiber.

00:04:10: Nun hat natürlich all das extremen Einfluss auf die Reparatur.

00:04:15: Das is klar!

00:04:15: Natürlich vieles ist schon angekommen im Werkstatt Alltag.

00:04:18: Fahrerassistenz-Systeme gehören dazu.

00:04:21: Dennoch ist ja die Entwicklung dynamisch und stellt die Betriebe auch immer wieder vor neue Herausforderungen.

00:04:26: Ihr als KTI beobachtet diese Entwicklungen seit vielen, vielen Jahren aber gibt doch mal den Zuhörenden, die vielleicht das KTI bisher noch nicht so intensiv kennen einen groben Überblick, worin besteht eure Arbeit?

00:04:39: Und was konkret untersucht ihr auf diesem Gebiet der Fahrerassistenzsysteme?

00:04:45: Ja, sehr gern.

00:04:46: Also unser grundlegendes Ziel das ist immer bei jeder Arbeit die wir tun dort im Vordergrund ist es dass die Fahrzeuge heute und in Zukunft ökonomisch und ökologisch sinnvoll repariert werden können.

00:05:00: Das heißt wir wollen nicht das Fahrzeug schnell zu wirtschaftlichen Totalschäden werden sondern wir wollen tatsächlich die Fahrzüge im Reparaturmarkt also den Werkstätten halten und dort Reparaturen ermöglichen.

00:05:11: Das ist zunächst mal so das Grundlegen dann Themenübergreifende Ziel des KTI.

00:05:16: konkret auf die Assistenzsysteme bezogen, bedeutet das, dass die Funktion der Systeme über die gesamte Nutzungsdauer des Fahrzeugs erhalten bleiben muss.

00:05:26: Das heißt ein Fahrzeug muss nach einem Schaden und einer Kollision, nach einer Reparatur genau diese Funktionen aufweisen wie ein neues Fahrzeug.

00:05:38: Und das bedeutet... Konkret, dass wir Reparatur Methoden entwickeln.

00:05:43: Also erst mal Schadenforschung machen das heißt wie werden Fahrzeuge typischerweise beschädigt?

00:05:47: und dann auch Reparaturen Methoden erarbeiten in den Markt bringen wollen, mit dem diese Reparaturen dann in Zukunft auch ermöglicht werden.

00:05:57: Ich möchte es vielleicht mal konkret machen und das ist vielleicht ein bisschen abstrakt, ich mache es mal konkreter.

00:06:02: Wir beschäftigen uns beim Thema Assistenzsystem automatisiertes Fahren mit zwei großen Themenkomplexen.

00:06:07: Das ist zum einen das Thema Kalibrieren also die Ausrichtung von Umfeld beobachtenden Sensoren.

00:06:12: Und das ist zum zweiten Das große Thema nachträgliches Beschichten, insbesondere von Radersensoren.

00:06:19: D.h.,

00:06:19: das Nachlackieren von Stoßfängern oder auch das Folieren sind so die beiden großen Themen.

00:06:24: Wenn wir jetzt mal zum Thema Kalibrieren gucken... Dort haben wir eine sehr aufwendige Untersuchung gemacht hinsichtlich der Kalibrier-Tools.

00:06:35: Wir haben alle marktgängigen Kaliberiertools zu uns in die Werkstatt geholt haben damit gearbeitet, haben die Schwächen und auch die Stärken herausgearbeitet.

00:06:45: Und haben entsprechend mit den Kalibriertouren Herstellern gesprochen, Weiterentwicklungen angeregt und vor allem aber auch Hinweise für die Werkstätten erarbeitet und auch veröffentlicht wie mit diesen Tools richtig umzugehen ist.

00:06:59: also Wie setze ich eine Kalibrierung richtig um?

00:07:03: Was es auch das geeignete Kaliberiatur für die Bergstadt weil es dann sehr große Bandbreite gibt, sehr unterschiedliche Geräte so dass wir Werkstätten ermöglichen wollen, genau das für die individuellen Rahmenbedingungen geeignete Geräte auszuwählen und damit fachgerecht zu arbeiten.

00:07:21: Das nächste große Thema nachdurchs Beschichten hatte ich ihm schon erwähnt.

00:07:25: Da geht es vor allem darum, dass Stoßfänger – und es werden jährlich ungefähr zwei Millionen Stoßenfänger in Deutschland beschädigt – nicht immer durch ein neues Bauteil ersetzt werden müssen sondern gegebenenfalls auch repariert werden können.

00:07:39: Das heißt, dass zum Beispiel nachlackiert werden darf im Radert-Durchstrahlbereich.

00:07:44: also wir haben beispielsweise einen kleinen Kratzer dort und dann kann es passieren das der Hersteller eben sagt Dort muss ein neues Bauteil verbaut werden mit einer Neuteillackierung.

00:07:54: Wir wollen dort Reparaturlackieren.

00:07:56: Wir wollen ihm dort die Reparaturen an diesen beschädigten Bauteilen ermöglichen.

00:08:03: All diese Dinge erforschen wir Und das ist jetzt wesentlich.

00:08:07: Das machen wir nicht nur der Forschung wegen, sondern es hat natürlich auch Auswirkungen.

00:08:11: Das heißt, wir bringen diese Ergebnisse in Gremien.

00:08:14: Wir sind zum Beispiel einer deutschen Kommission für Lackenkaussieh-Instandsitzen sehr aktiv und wir sind beim DIN sehr aktiv wo es genau um das Thema geht.

00:08:21: Wir haben beim ASA-Verband in einer Arbeitsgruppe beteiligt, wo es um Skalibrieren geht.

00:08:27: Das ist das eine und das andere ist dass unsere Schulungen mit diesen Inhalten ja... aktualisiert werden, das heißt die aktuellsten Forschungsergebnisse fließen direkt in unsere Schulung ein.

00:08:37: Sodass die Werkstattmitarbeiter, die bei uns die Schulen besuchen entsprechend auch den neuesten Stand der Erkenntnisse dort mitgeteilt bekommen.

00:08:45: Also ihr seid auf jeden Fall sehr nah am Markt im Austausch eigentlich mit allen Akteuren, rund um die Unfallschadenreparatur beteiligt sind und es hat eben auch einen direkten Praxiseinfluss Eure Arbeit.

00:08:59: Ja, das ist wichtig!

00:09:01: Wir machen praxisbezogene Arbeit.

00:09:03: Das heißt es keine Grundlagenforschung sondern wir wollen wie es von gesagt hatte die Reparaturfähigkeit der Fahrzeuge verbessern.

00:09:10: dafür arbeiten wir.

00:09:12: Wir kommen darauf später noch mal zurück.

00:09:15: dann wirst du vielleicht auch nochmal ein zwei konkretere Einblicke geben in die zwei großen Themenfelder die du gerade schon angeteasert hast.

00:09:22: Bleiben wir noch mal ganz kurz ein wenig allgemeiner.

00:09:26: Es gibt ja eine Vielzahl von Fahrerassistenzsystemen, das hatten wir bereits gesagt und die greifen aber auf ganz unterschiedliche Sensortechnologien zurück.

00:09:34: Vielleicht kannst du nochmal ein bisschen differenzieren beziehungsweise ausführen wo die Unterschiede liegen zwischen Radar-Kamera Ultraschallsensor LIDAR und auch Infrarotkameras?

00:09:46: Sehr gerne!

00:09:46: Und Du hast eben schon den ganz wichtigen Punkt angesprochen also eben die Komplexität weil zum einen die Assistenzsysteme in der Funktion sehr unterschiedlich sind und auf sehr unterschiedliche Sensoren eben auch zurückgreifen.

00:09:58: Ja, wir haben verschiedene Sensoren derzeit im Einsatz.

00:10:02: das sind Ultraschall-Sensoren, das sind Kameras, dass sind Radersensoren Das sind LIDAR Sensoren.

00:10:07: im Wesentlichen Und all diese Sensoren basieren auf unterschiedlichen physikalischen Prinzipien und daraus folgen im Prinzip zwei Dinge Zum einen reagieren diese unterschiedlichen Sensoren auf verschiedene Einflüsse unterschiedlich.

00:10:23: Also Störeinflüsse werden durch unterschiedlicher Umfeld-Einflüsche beeinträchtigt in ihrer Funktion.

00:10:32: und zum Zweiten haben all diese Sensoren Vorteile, aber eben auch Nachteile.

00:10:37: Wenn ich mal beispielsweise die Kamera herausgreife, die FS-Kamera, die häufig hinter Windschutz schreiben verbaut ist, die kann sehr empfindlich zum Beispiel auf Blendung reagieren durch eine tiefstehende Sonderbeispielspeiser.

00:10:50: Diese Kamera ermöglicht keine direkte Geschwindigkeitsmessung und diese Kameras haben eben die Verschlechterung der Funktionen zb bei dichten Nebel oder Regen das heißt dort dieser Sichtbeschränkung.

00:11:07: Was diese Kameras sehr gut können, ist aber die Objekterkennung.

00:11:11: Das heißt eine Kamera kann sehr gut zwischen Radfahrer, Fußgänger oder eben Verkehrschild erkennen was andere Sensoren nicht so gut können.

00:11:19: Einen Radersensor hingegen hat Schwierigkeiten bei der Objekterkennung.

00:11:24: Der erkennt ihm nur da ist ein Hindernis, kann es aber schlecht erkennen worum es sich handelt.

00:11:28: Dafür kann der Radersensor sehr gut geschwindigt oder ermisst Direktgeschwindigkeiten Kann Entfernung sehr gut ermitteln Und ja, hat Wetter unabhängig.

00:11:41: seine volle Funktionsfähigkeit wird also sehr schwach nur durch Regen und Nebel beispielsweise beeinflusst.

00:11:46: Das sind eigentlich gegensätzliche Stärken und Schwächen und das ist auch mit einen Grund dafür dass unterschiedliche Sensoren häufig eingebaut werden in die Fahrzeuge damit die Vor- und Nachteile gegenseitig kompensiert werden

00:11:58: können.

00:11:59: Diese Einbau beziehungsweise dieses gegenseite Kompensieren von Vor-und die Sensorfusion herstellt, nenne ich es mal.

00:12:13: Wo besteht dann aber wiederum die Schwierigkeit für die Reparaturwerkstätten?

00:12:16: Wenn man jetzt am Beispiel der Windschutzscheibe was austauscht – die Kamera mit Austausch-, aber worauf muss sich im Zweifel noch achten?

00:12:24: Es ist so bei den Sensoren, die müssen natürlich auf das Fahrzeug ausgerichtet sein.

00:12:29: Wenn ich jetzt verschiedene Sensoren dort für eine Funktion verwende, dann müssen die Daten aber auch übereinstimmen.

00:12:37: Das heißt, die einzelnen Sensoren müssen nicht nur auf das Fahrzeug ausgerichtet und abgestimmt sein sondern eben auch auf die damit zusammenhängenden Sensoren.

00:12:46: Und an dem Beispiel Windschutzscheibe kann das eben dazu führen, dass ich die Kamera natürlich kalibrieren justieren muss.

00:12:53: Aber vielleicht auch das Licht nochmal einstellen muss und vielleicht den Radersensor auch danach noch kalibrien muss weil eben diese ganzen Informationen aufeinander abgestimmt werden muss.

00:13:03: also kurz gesagt kann aus dieser Sensor Fusion einen erhöhter Aufwand resultieren, dass ihm mehr Arbeiten nötig sind.

00:13:12: Und ganz wichtig, das sind häufig auch Arbeiten die sich nicht unmittelbar erschließen.

00:13:15: Also weil einfach Sensoren dort bearbeitet werden müssen, kalibriert beispielsweise, die nicht unbedingt im Schadenbereich liegen müssen.

00:13:24: Da muss man eben schon wissen was man tut und die Herstellervorgaben eben doch

00:13:27: kennen.

00:13:28: Wissen was man tut?

00:13:29: Das ist ein gutes Stichwort des Thema Schulungen werden wir später nochmal darauf eingehen, weil tatsächlich ist ja die Herausforderung für viele freie Werkstätten dass sie Modellspezifische Besonderheiten beachten müssen bei Dutzenden Modellen und eben nicht nur bei einem.

00:13:46: Aber wie gesagt, da kommen wir später nochmal drauf!

00:13:48: Wir wollen uns noch einmal ein bisschen näher beschäftigen.

00:13:51: Helge mit der Rekalibrierung.

00:13:53: du hattest das vorhin schon als ein großes Themenfeld angekündigt was das KTI seit vielen Jahren schon untersucht.

00:14:01: und tatsächlich ist es ja so dass bereits kleinste Abweichungen dramatische Folgen haben können richtig?

00:14:06: Ja richtig.

00:14:07: Und diese kleinen Abweichungen können eben schon bei Nachlässigkeiten der Kalibrierung sehr schnell geschehen, wenn beispielsweise der Fahrzeughersteller vorschreibt das eine sogenannte Felgenschlagkompensation durchzuführen ist und die nicht durchgeführt wird kann es schon sein dass zum Beispiel die Aufstellung Toleranz in der Kaliberiertolz überschritten werden.

00:14:25: Also da können kleine Ungenauigkeiten im Arbeitsablauf in der Arbeit schon zu großen Ungenauerigkeiten führen.

00:14:33: Die Auswirkungen, ja auch das ist eine sehr jüß nicht ganz einfach zu beantwortende Frage.

00:14:39: Ich sage es mal an ein Beispiel Es macht einen Unterschied ob ich eine Verkehrszeichenerkennung habe die Kamera basiert ist oder eben eine Notremsfunktion mit Fußgängererkennung.

00:14:48: Ich sag es mal stark vereinfacht bei der verkehrszeichenerkennnung ist es nicht ganz so relevant wo die erkannt wird also dass Verkehrs Zeichen erkannt werden bei der Fußgängernerkennlung sehr wohl.

00:14:58: da ist eine Zentimeter genaue Zuordnung des Fußgängers vor dem Fahrzeug sehr wohl für die richtige Funktion entscheidend.

00:15:07: Also kurz gesagt, es hängt sehr stark von der Funktion des Assistenzsystems ab, von der Konfiguration und von den Sensoren

00:15:13: usw.,

00:15:14: aber es gibt dazu Untersuchungen, die nachgewiesen haben das beispielsweise eine nicht nach Herstellervorgabe kalibrierte Frontkamera die Notbremsfunktion mit Fußgängerkennung nicht so funktionieren lassen kann, wie es eben gefordert ist.

00:15:31: Einfach gesagt wenn das Fahrzeug dem gewollten Zustand entspricht also die Kamera richtig kalibriert ist hält das Fahrzeuge vor den Fußgängern an.

00:15:42: Wenn ich dort eine falsche Ausrichtung der Kamera habe kann es sein dass sich den Fuß Gänger mit ungebremster Geschwindigkeit oder nur leicht gering verringerter Geschwindigkeits Also zusätzliche Unfälle geschehen, die vermeidbar wären.

00:15:59: Wenn alle Kamerasysteme Radersensoren so kalibriert werden würden wie es vorgeschrieben ist.

00:16:09: Personenschäden im Speziellen und natürlich auch Blechschäde im Allgemeinen wollen wir verhindern sollen ja auch die Fahrerassistenzsysteme verhinderen.

00:16:19: Eine wichtige Basis dafür ist natürlich die Fach- und Sachkunde der Fachkräfte, aber andererseits auch die Vorgaben der Hersteller.

00:16:28: Und da stellt sich doch immer mal wieder die Frage wie sind sie verfügbar?

00:16:32: Und sind für alle Werkstätten tatsächlich verfügba... Wie seht ihr das?

00:16:37: Gibt es noch Optimierungspotenzialen?

00:16:39: Ja, da gibt es deutlich einen Optimierungsbedarf.

00:16:42: also zunächst einmal sind Fahrzeug individuelle und tagesaktuelle Herstellervorgaben unbedingte Voraussetzungen für fachgerechte Arbeiten.

00:16:50: Das ist ganz elementar, es ist aber so dass da einiger Schwierigkeiten schon mit verbunden sind.

00:16:56: das sehen wir sehr deutlich vielleicht noch mal vorweggeschickt.

00:17:00: die Daten müssen von den Fahrzeugherstellern an jeden Markt beteiligt mit einem berechtigten Interesse zur Verfügung gestellt werden.

00:17:11: markenunabhängigen Werkstätten beispielsweise Sachverständigen, die müssen diese Daten einsehen können also darauf zugreifen können.

00:17:19: Es ist so dass die Daten in der Regel über Internetportale dort zur Verfügung gestellt werden.

00:17:27: jetzt beginnt die Schwierigkeit damit das man sich zunächst mal registrieren muss.

00:17:31: das kann schon mit gewissen Hürden verbunden sein Das kann Zeit dauern das ist ein gewisser Aufwand.

00:17:38: erstmal registrieren ein Benutzerkonto einrichten.

00:17:41: Für jeden, für jede Marke, für jeden Hersteller den man dort bearbeiten will.

00:17:46: In der Regel sind diese Informationen dann auch kostenpflichtig.

00:17:49: das heißt man wählt sich dann für eine Stunde einen Tag oder was auch immer ein und muss es natürlich entsprechend bezahlen.

00:17:57: in der Praxis gibt es noch weitere Schwierigkeiten.

00:18:02: neben der Einrichtung dieser Benutzerkonten müssen die natürlich auch verwaltet und gepflegt werden.

00:18:07: Ein großes Problem besteht darin, dass diese Portale teilweise sehr unterschiedlich strukturiert sind.

00:18:15: Dass die Menüführung unterschiedlich ist und dass auch die Begrifflichkeiten unterschiedlich sind.

00:18:19: Also Begriffe unterschiedlich verwendet werden.

00:18:22: Das bedeutet das man mit Suchbegriffen teilweise Informationen nicht findet einfach nur deshalb weil man den falschen Suchbegriff dort verwendete hat.

00:18:30: Das sind alle Schwierigkeiten die dort auftauchen können die gelöst werden können.

00:18:39: Eine Lösung könnte beispielsweise darin auch bestehen, Hersteller unabhängige Portale zu nutzen.

00:18:46: Es gibt beispielsweise Reperpedia, wo die Herstelerinformation dort aufbereitet und auch zum Gewissen gerade vereinheitlich angeboten werden – auch

00:18:56: z.B.,

00:18:56: ein Calculationsprogramm wie Silvertat, die ich beispielsweise nennen möchte sind direkt Fahrzeug individuell teilweise diese Information einsehbar.

00:19:05: Also da gibt es schon Lösungsansätze, aber auch hier muss der Mitarbeiter ihm sich zu helfen wissen, sich auskennen und wissen wo er auf welche Daten zugreift und das entsprechend dann auch richtig umsetzen.

00:19:19: also die Schwierigkeit besteht eben unter Umständen darin dass wenn ich als Mehrmarkbetrieb unterschiedlichste Portale erst mal einrichten muss mich dazu recht finden muss.

00:19:28: Das kann sehr aufwendig werden und bedeutet schon hohen Aufwand.

00:19:35: Was mache ich denn jetzt aber als Werkstatt, wenn ich jetzt ein relativ neues Modell in der Werkstätte habe?

00:19:41: Und ich wähle mich ein ins Portal.

00:19:44: das Portal an sich ist bekannt die Marke auch Aber jetzt finde ich eben doch keine Daten Kann man sich als Werkzeit dann auch an ruhig wenden.

00:19:51: Ja, kann man wir versuchen Dann auch Lösung zu erarbeiten.

00:19:55: Wir nehmen eine Regel mit dem Fahrzeughersteller Kontakt auf Fassen dort nach.

00:20:01: Häufig ergibt sich dann schon eine Lösung, dass Informationen eben nicht gefunden wurden obwohl die da sind.

00:20:06: Dann geben wir Hinweise wo die Informationen aufgefunden werden können.

00:20:11: davon unabhängig möchte ich aber jedem Betrieb und auch Sachverständigen raten bevor dort begonnen wird mit der Arbeit mit der Auftragsannahme erst mal zu prüfen gibt es Information Und habe ich dort Zugriff entsprechend.

00:20:26: Weil wir durchaus gesehen haben bei neuen Fahrzeugherstellern, beispielsweise chinesischen Fahrzeugehersteller nicht nur aber insbesondere bei denen das die Portale erst noch aufgebaut werden müssen vielleicht auch nicht vollständig sind von Beginn an oder auch in anderen Sprachen dort verfügbar sind aber eben nicht in Deutsch und das sind schon Probleme mit dem man sich im besten Falle vorher vertraut macht.

00:20:50: Wie gesagt, Vorauftragsannahme schon mal prüft ob diese Informationen verfügbar sind.

00:20:55: Wenn nicht dann müsste man vielleicht auch gewisse Arbeiten ablehnen oder dann nach Standentechnik arbeiten?

00:21:06: Okay jetzt haben wir diesen einen großen Themen Schwerpunkt Rekalibrierung ein bisschen besprochen und wir wollen aber auch nochmal zum Thema Überbeschichten.

00:21:16: Du hattest das schon angedeutet.

00:21:19: Das ist ebenfalls ein wichtiges Thema gerade im Stoßfängerbereich, wo liegt denn prinzipiell die Problematik wenn ich im Sensor-Bereich überlackiere?

00:21:29: Also die Schadenmechanismen bei Radersensoren sind äußerst komplex.

00:21:35: Die Radersensor arbeiten ja mit elektromagnetischen Wellen Und man kann sich als sehr starke Vereinfachung vielleicht vorstellen, dass das ein quasi optischer Sensor ist.

00:21:45: Also all die Gesetzmäßigkeiten, die es in der Optik gibt – die gibt es in ähnlicher Art und Weise eben auch bei Radersensoren – und das bedeutet, dass Schleifriefen zum Beispiel im Stoßfinger ein Problem sein können weil ihm dort Brechungen auftreten kann, dass zu hohe Schicht dicken oder falsches Material.

00:22:03: Auch die Dämpfung zu hoch wird der elektromagnetischen Wellen.

00:22:09: und da gibt es noch ganz viele weitere Mechanismen, zum Beispiel auch die Anzahl der Schichtdicken ist ein ganz wichtiger Punkt, die dazu führen dass die Fahrzeughersteller dort teilweise recht restriktive Vorgaben machen.

00:22:23: Ich muss aber hier nochmal sagen das hängt davon ab was der Radersensor sehen können muss also was die Funktion des Assistenzsystemes wie weit beispielsweise der Radersensor bei einer Spurwechselwarnung nach hinten gucken können muss, ob er das Motorrad auch erkennen muss oder eben nur den Pkw.

00:22:41: Das sind alles Dinge die dazu führen dass die Herstellervorgaben unterschiedlich ausgelegt sind.

00:22:48: aber es gibt da schon einige Dinge die beachtet werden

00:22:51: müssen.

00:22:54: Ihr als KTI habt dazu auch schon in den vergangenen Jahren Untersuchungen gemacht.

00:22:59: nennen uns doch mal ein konkretes Beispiel was eben passiert?

00:23:03: wenn man überlackiert im Sensorbereich.

00:23:06: Ja, wir haben dazu Fahrversuche gemacht genau richtig das ist schon einige Jahre zurück.

00:23:11: es gibt ganz viele verschiedene Effekte.

00:23:14: die wesentlichen beiden möchte ich mal rausgreifen.

00:23:16: das ist zum einen eine Reduktion der Erkennungsreichweite also einfach gesagt der Reichweite des Radersensors.

00:23:23: Das heißt, wenn ich zu vier Materialauftrage beispielsweise oder ungeeignetes Material mit vielen Pigmenten, die eine starke Reflektion der elektromagnetischen Wellen zur Folge haben kann.

00:23:34: Dann wird zum Beispiel das Motorort auf linken Fahrstreifen welches mich urholen möchte nicht erkannt oder viel zu spät erkannt.

00:23:42: Das ist eine Konsequenz.

00:23:43: Die zweite ist eine falsche Zuordnung der Position eines anderen Fahrzeuges

00:23:49: z.B.,

00:23:50: Weil die Radarwellen durch zu viele Grenzschichten beispielsweise in der Richtung stark verändert werden.

00:23:59: Und dann kommt es eben zu einer falschen Winkelzuräutung, das heißt ein Fahrzeug wird zum Beispiel nicht auf den gleichen Fahrstreifen dort erkannt sondern auf dem benachbarten Fahrstreif.

00:24:08: Also diese beiden Effekte waren sehr deutlich erkennbar, messbar und auch fühlbar dass zum einen die Reichweite sinkt Winkelzuordnung vielhaft vorgenommen wird.

00:24:17: und dann gibt es noch weitere Effekte zum Beispiel Geisterziele, das heißt einen Radersensor erkennt Objekte die gar nicht wirklich vorhanden sind.

00:24:25: Zum Beispiel wenn ich Spachtel dort auf den Stroßfänger auftrage.

00:24:28: Und da gibt es auch sehr viele weitere Effekt, die wir beobachtet haben.

00:24:34: Ihr habt im Zuge dieser Untersuchungen und Forschungen auch mit verschiedenen Marktbeteiligten angestoßen, dass eben entsprechende radarfähige Lacke entwickelt werden.

00:24:48: Lösen die jetzt dieses Problem?

00:24:51: Ja sie sind Teil der Lösung.

00:24:52: es entstehen aber neue Probleme.

00:24:55: also ja es gibt mittlerweile radar geeignete Lacker.

00:25:00: Die haben eine spezielle und auch feststehende Rezeptur, sind von dem Fahrzeughersteller entsprechend auch geprüft und freigegeben.

00:25:09: Das Problem liegt jetzt nur darin dass die feststehnende Rezeptur keinen Farbtunangleich zulässt.

00:25:17: das heißt wenn ich dort ein Fahrzeug habe zum Beispiel den Stoßfinger überlackiere mit der fest stehenden Rezepture des Lackes kann das passieren, dass es nicht zum restlichen Fahrzeug passt.

00:25:30: Also einfach ein Farbton-Angleich vorgenommen werden muss und das führt eben heute teilweise dazu, dass angrenzende Bereiche beilackiert werden müssen beispielsweise im Falle eines Heckstoßengars die beiden Seitenteile vielleicht Kofferraumdeckel und das ist ein hoher Aufwand der daraus resultieren kann.

00:25:48: Das ist ein Problem Unter anderem.

00:25:51: wir arbeiten daran, also vielleicht kann ich das nochmal sagen.

00:25:55: Es gibt dazu in der Deutschen Kommission der Lackenkauserienstandsetzung eine Arbeitsgruppe die sich genau mit diesem Thema und mit anderen Fragen befasst wie dort zum Beispiel in Zukunft mit diesen radartransparenten Lackern hinsichtlich Farbtunangleichung umgegangen werden kann.

00:26:11: Also bleibt es auf jeden Fall spannend an der Stelle und da kann ich vielleicht den kleinen Hinweis in eigener Sache geben, dass natürlich auch wir bei Schaden News diese Entwicklung genau beobachten werden.

00:26:23: Mit dir Helge mit euch, mit dem Team des KTI und vielleicht an dieser Stelle nochmal der Hinweis, da lohnt sich immer mal ein Blick auf unser Nachrichtenportal oder die Anmeldung im Newsletter.

00:26:34: Nun hatten wir ja Eingangs Die Dynamik der ganzen Entwicklungen besprochen und stehen ja aber an der Schwelle zum hochautomatisierten Fahren.

00:26:46: Man nennt das Level drei, was verbirgt sich denn hinter Level Drei?

00:26:52: Und was geht nun wieder damit einher wenn wir über Herausforderungen für die Reparaturwerkstätten sprechen?

00:26:59: Also vorweg vielleicht eine Meinung von mir, ich halte die Level Benennung und die Diskussion rund um die Level in unserem Marktumfeld für überbewertet.

00:27:10: Die Level wurden letztendlich dazu geschaffen, um dort rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, rechtliche Dinge zu formulieren und technische Entwicklungen zu fördern.

00:27:22: Wenn es jetzt um Reparaturen geht, um unser Marktumfeld ist aus meiner Sicht die Beschreibung Level nicht besonders hilfreich.

00:27:33: Es gibt Level Null bis Fünf Fahrer Assistenzsysteme also assistiertes Fahren meint Level Zwei.

00:27:42: Der Unterschied zu Level Drei und das gibt ja einige Fahrzeuge seit einigen Jahren mit Level drei auf dem deutschen Markt dass bei Level zwei immer der Fahrer in der Verantwortung ist, also die Fahraufgabe immer bei sich hat und vor allem das verantwortlich ist.

00:27:56: Bei Level drei ist es so, dass in gewissen Situationen die Fahr Aufgabe an das Fahrzeug übergeben werden kann und solange das Fahrtzug die Fahr-Aufgabe übernommen hat auch das Fahrzeuge oder der Hersteller in der Verantwortung steht.

00:28:11: Das ist der Unterschied.

00:28:14: Es gab von Anfang an eigentlich schon Ja, die Meinung das Level drei nur sehr eingeschränkt ist hinsichtlich des Nutzens.

00:28:23: Weil derzeit eben Level drei Funktionen also zum Beispiel Autobahn Assistenzfunktion oder Staufolge eine Funktion nur auf Autobahn oder Autobahnen ähnlichen Straßen funktioniert auch nur bei Tageslicht, bei Plusgraden und bei Trockenheit.

00:28:41: Also das Einsatzfeld ist da schon recht begrenzt.

00:28:45: dem gegenüber steht ein sehr hoher technische Aufwand, weil Sensoren redundant verbaut werden müssen.

00:28:51: Wir haben in diesen Fahrzeugen eine Regelradersensoren, Kamera-LIDAR-Sensoren.

00:28:55: der Fahrer muss gemonitort werden das heißt die Aufmerksamkeit des Fahrers oder die Beschäftigung des Fahreras muss entsprechend dort bewertet werden.

00:29:06: Das ist schon ein sehr hoher Aufwand der auch mit hohen Kosten verbunden ist und vielleicht dazu noch einen kleiner Einschub.

00:29:13: Unter anderem deshalb verschwinden diese Funktion auch gerade wieder vom deutschen Markt.

00:29:16: Es gab drei Pick-Away Modelle, die in Deutschland seit einigen Jahren eben diesen Level III Funktionen angeboten wurden.

00:29:25: Seit diesem Frühjahr sind sie aus dem Programm genommen worden genau aus dem Grunde.

00:29:29: Sie kosten viel Geld und haben sehr eingeschränkt Nutzen.

00:29:33: Es gibt dann aber auch die Level IV Funktion und da sehen wir sehr wohl in Zukunft eine stark steigende Bedeutung.

00:29:41: dass ein Fahrer in gewissen Einsatzfällen nicht unbedingt erforderlich ist, also das Fahrzeug dort selbstständig in seinem Betriebsbereich fahren kann.

00:29:54: Das wird aus meiner Sicht eine sehr hohe Bedeutung haben im gewerblichen Einsatz – also bei Nutzfahrzeugen beispielsweise wo heute schon der Fahrermangel ein ganz großes Problem ist aber auch als Ergänzung zum IPNV, das z.B.

00:30:08: innerstädtisch dort schatteln ein Teil des IPNV mit übernehmen.

00:30:13: Das sehen wir schon, was ich vielleicht auch noch mal dazu sagen möchte das ist jetzt vielleicht auch schon deutlich geworden und ich möchte es nochmal extra sagen diese Level bauen nicht aufeinander auf.

00:30:23: also es ist nicht so dass eine Level drei Funktion Level zwei voraussetzt zwingt und Level vier eine Level Drei Funktion bedingt sondern dieser Level funktionieren unabhängig.

00:30:33: Also es kann ein Level Vier Fahrzeug in die Verkehr gebracht werden ohne vor Level drei zu erfüllen.

00:30:38: einfach kein sequenziales Vorgehen dort.

00:30:42: Ja, also so ist das und was wir schon sehen für die Zukunft ist gewissermaßen eine Zweiteilung.

00:30:50: Wir haben sehr stark steigende Anteile Ausstattungsraten von diesem Level zwei hatten wir Eingangs schon besprochen.

00:30:57: es gibt rechtliche Vorgaben die eine quasi-Ausstattungspflicht für Assistenzsysteme dort bedeutet gerade für kamerabasierte Systeme.

00:31:06: Das heißt, alle Fahrzeuge die wir heute am Markt haben sind mindestens Level zwei.

00:31:11: Die neu zugelassen werden.

00:31:12: auf der anderen Seite sehen wir eben diese Level vier Fahrzeugen in Flotten.

00:31:17: Level drei hat aus meiner Sicht keine große Bedeutung in Zukunft.

00:31:23: und darf ich vielleicht noch eines ergänzen?

00:31:27: Ich hatte Eingangsjahr gesagt dass vielleicht dieser Level auch überbewertet werden.

00:31:31: das hat Aus meiner Sicht auch den Grund dass eine Level Drei Funktion nicht viel kritischer sein muss als eine Level Zwei Funktion.

00:31:38: Also wir sehen derzeit schon Level zwei Funktionen, die zum Beispiel ein Fahren ohne Hände am Lenkrad zulassen.

00:31:46: das heißt ich kann beispielsweise mit über oder mit bis zu hundert dreißig Kilometer pro Stunde auf Autobahnen selbstständig fahren ohne die Hand am Lenkerrad haben zu müssen.

00:31:55: diese Fahrzeuge halten selbstständigt den Fahrstreifen Die Bremsen selbstständig und machen sogar einen Fahrstreifenwechsel automatisiert.

00:32:04: Und das kann sehr sicherheitskritisch sein, und von daher sind die Anforderungen an ein solches Level II Hands-off System nicht viel niedriger als ein Level III System.

00:32:14: Von daher möchte ich nur noch mal sagen auch diese Level II Funktionen können sehr wohl sehr sicherlich kritisch sein.

00:32:23: Dieser Sicherheitsaspekt den du da gerade angesprochen hast ist glaube Wenn wir über die Arbeiten der Werkstätten sprechen, weil natürlich ist nicht geklärt wer trägt dann am Ende die Verantwortung wenn der Radar das Objekt nicht erkennt und es zu einer Kollision kommt.

00:32:41: Deswegen hatten wir vorhin schon gesagt Fach- und Sachkunde des Personals, der Fachkräfte muss einfach sichergestellt werden.

00:32:50: ihr bietet entsprechende Schulungen an wie so der die Nachfrage nach diesen Schulungen diese immer und immer wieder fortlaufend wahrnehmen.

00:33:00: Ja, also die Nachfrage ist sehr hoch.

00:33:03: Und ich hatte es ja auch schon gesagt, die Schulungen werden... Da fließen unsere neuesten Erkenntnisse aus der Forschung Entwicklung mit ein.

00:33:09: Das heißt das ist kein statischer Lehrgang sondern da wird immer auf dem aktuellsten Stand der Erkenntisse gehalten.

00:33:15: Die Nachfrage is gut wir werden das noch ausbauen Wir werden mehr dort machen im Dinggebiet.

00:33:21: Diese Schulung, dass ist eben ganz zentral weil Alle Herstellervorgaben auch nur umgesetzt werden können durch entsprechend geschultes Personal.

00:33:31: Das betrifft ihm die Datengewinnung, das hatten wir schon kurz besprochen.

00:33:33: Das setzt sich aber mit der Umsetzung der Herstellervorgaben fort.

00:33:39: Auch wenn gewisse Schritte nicht explizit angesprochen werden im Ablauf, da muss man doch wissen wie eine Felgenschlagkonversation durchgeführt wird und ob sie erforderlich ist usw.

00:33:50: Und dass es ihn in die Schulung... der Werkstatt oder auch den Personal ermöglicht, dort alle Anforderungen umzusetzen die dort gestellt werden.

00:34:02: Also von daher sind diese Schulungen ganz zentral und das wird sicherlich ein ganz wichtiger Punkt in Zukunft weiter bleiben oder stärker noch werden.

00:34:11: was wir auch immer sagen dass vielleicht noch als Ergänzung Was auch die Haftung betrifft?

00:34:17: Wir können jedem nur raten die Arbeiten die gemacht wurden zu dokumentieren und entsprechend auch zu archivieren.

00:34:23: Unabhängig von Level zwei oder Level drei, das ist ganz wichtig, dass man die Arbeiten, die man durchgeführt hat nach Herstellervorgabe also entsprechend der Fahrzeug individuellen und tagesaktuellen Daten, dass das entsprechend auch dokumentiert und archiviert wird.

00:34:38: Ganz wichtig!

00:34:40: Dokumentation ohnehin heutzutage... Man sollte eigentlich nicht mehr reparieren ohne zu dokumentieren.

00:34:47: ich denke das ist angekommen bei den Betrieben natürlich An der Stelle.

00:34:52: vielleicht auch nochmal der Hinweis auf eure Website.

00:34:54: Dort gibt es alle Schulungen übersichtlich dargestellt und du hattest das gerade gesagt, genauso dynamisch wie die Entwicklung in den technischen Entwicklungen ist.

00:35:04: Genauso dynamisch entwickelt ihr auch die Schulungen weiter.

00:35:06: Die sind ja mal sehr praxisorientiert.

00:35:08: In der Regel auch direkt an Fahrzeugen bei euch in Lofelden.

00:35:12: Ihr habt auch ein bisschen ausgebaut.

00:35:13: Vielleicht kannst du da mal noch eins zwei Hinweise geben, wieso eine Schulung bei euch abläuft.

00:35:18: für die, die noch nicht da waren?

00:35:20: Ja, immer praxisorientiert.

00:35:22: Also die Praxise steht bei uns im Mittelpunkt genau.

00:35:25: es gibt natürlich immer eine kurze theoretische Vorbereitung sozusagen aber die Praxe steht bei us tatsächlich im Mittelpunkt.

00:35:31: das trifft auf alle Lehrgänge zu und mit Blick auf Assistenzsysteme ist so dass wir Schulungsfahrzeuge bei uns haben verschiedene Kalibriertools, Kaliberiergeräte, entsprechend auch ein Kalibrierlabor Und das ist eben ganz wichtig, dass wir auch nicht nur den Ablauf an einem Gerät zeigen sondern eben auch vermitteln wie die technischen Zusammenhänge dort sind damit eben genau der Werkschaumitarbeiter nach der Schulung beurteilen kann was alles notwendig ist und wie es umzusetzen ist.

00:36:03: Das nimmt auch ein bisschen unabhängig vom Kalibriertool.

00:36:06: Es gibt ihm die Herstellervorgaben, es gibt auch die Vorgaben des Kalibrier-Tools herstellers Und die müssen richtig umgesetzt werden.

00:36:14: Das ist so.

00:36:14: das Ziel und die Praxis steht da absolut im Mittelpunkt,

00:36:18: d.h.,

00:36:19: es geht dann raus an die Fahrzeuge.

00:36:21: Die Gruppen sind recht klein.

00:36:23: Die halten wir auch so, dass jeder selbst mit dort anfassen kann, das natürlich praktisch machen kann.

00:36:29: Wie gesagt, Geräte unabhängig auf – das ist uns auch wichtig, dass wir nicht nur ein oder zwei Geräten dort zeigen sondern die Bandbreite, die es nun mal gibt auch vorstellen und dann eben auch Hinweise dazu geben, was die geeinigten Tools sein können.

00:36:43: Und wie damit umzugehen ist.

00:36:45: also Wie gesagt schaut da gerne mal rein Das lohnt sich auf jeden Fall.

00:36:50: Wir wollen langsam zum Abschluss kommen, Helge und einen kleinen Blick in die Zukunft wagen auch wenn wir beide keine Glaskugel hier vor uns haben.

00:36:59: aber vielleicht aus deiner Expertise heraus wie wird sich das Thema Rundumfahrer Assistenzsysteme in den nächsten Jahren entwickeln?

00:37:07: Und worauf wird es für die Werkstätten ankommen?

00:37:10: Ja, das hatten wir auch eingangs schon kurz besprochen.

00:37:14: also die Ausstattung Der Fahrzeug mit den Sensoren und der Assistenzsystem wird sehr stark steigen.

00:37:20: Wir werden in zehn, fünfzehn Jahren vielleicht bei achtzig Prozent Ausstattungsrate liegen im deutschen Fahrzeugbestand.

00:37:27: Das heißt das Thema wird auf die Werkstätten zukommen – sehr stark!

00:37:32: Und jetzt ist die Frage wie man damit umgeht?

00:37:34: Mit der Komplexität?

00:37:35: Ein Thema was wir noch gar nicht angesprochen haben aber auch ganz wichtig ist ist auch der Softwarestand, der dahinter steht.

00:37:40: also es ist häufig auch notwendig wenn ich dort an Assistenzsystem Arbeit überhaupt erst mal die Software auf den richtigen Stand zu bringen.

00:37:47: Und das kann eben nur der Mitarbeiter, der entsprechend geschult ist, der dort die Zusammenhänge kennt.

00:37:53: Das ist ganz wichtig und wir haben über die Schulung gesprochen.

00:37:56: Da geht es im Wesentlichen auch darum, die Zusammenhänge zu erkennen.

00:38:00: warum isst was notwendig?

00:38:01: wie wird dort entsprechend das Geforderte umgesetzt?

00:38:07: Ja, das ist der zentrale Punkt und dem möchte ich noch einmal besonders hervorheben Das qualifizierte Personal.

00:38:14: Das wird ganz wichtig sein, dass dort die Fortbildung betrieben wird und jeweils das Personal mit den Dingen, die auf uns zukommen bei der Komplexität, mit der steigenden Ausstattung der Fahrzeuge, mit einer neuen Technologie entsprechend umgegangen werden kann.

00:38:30: also Schulungen des Personals und natürlich auch der Befähigung Werkzeugseitig dort mit den Fahrzeugen umzugehen ist ganz wichtig.

00:38:40: Zentralen

00:38:41: Zukunft?

00:38:42: Eine letzte Frage noch, wenn wir über Zukunft sprechen.

00:38:44: Du hattest vorhin die Level-IV Fahrzeuge angesprochen.

00:38:48: Meinst du das ist was, was tendenziell in ein paar Jahren in die Werkstätten kommt.

00:38:53: oder sprechen wir hier doch eher von Spezialisierungen?

00:38:56: Ja das sehe ich schon sehr deutlich in spezialisierten Werkstädten weil bei diesen Level IV Fahrzeugen auch gewisse Vorgaben existieren zum Beispiel eine erweiterte Abfahrtkontrolle durchgeführt werden muss und speziellen Untersuchungen zyklisch durchgeführt werden müssen, genau nach Herstellervorgaben nach Bordbuch durchgeführten.

00:39:18: Das sind Anforderungen die ein normaler Betriebsunterricht mal kaum erfüllen können wird.

00:39:23: von daher sehe ich das Thema Level IV schon bei Flotten und in den entsprechenden spezialisierten Werkstätten.

00:39:31: Wir sind auf jeden Fall gespannt.

00:39:32: Ich denke, die Entwicklungen bleiben genauso dynamisch wie sie in den letzten Jahren waren und ich denke auch wir haben nicht das letzte Mal dazu gesprochen.

00:39:41: Vielen lieben Dank dass du hier warst und uns mal so einen intensiven Einblick auch in die Arbeit des Kati ihr ermöglicht hast.

00:39:48: dann bedanke ich mich bei dir und unseren Zuhörnenden bis zum nächsten

00:39:54: Mal!